Rohstoffwende-Jetzt!

Rohstoffwende Jetzt

Deutschland gehört zu den fünf größten Metallnutzern der Welt. Obwohl bei Primärmetallen nahezu komplett abhängig von Importen, hat sich der Verbrauch in den letzten Jahren nicht verändert. Dieser Rohstoffhunger hat massive Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen zur Folge und trägt maßgeblich zur Klimakrise bei. Abgesehen von blumigen Worten spielt der Ressourcenfluch andernorts keine Rolle für die Rohstoffpolitik der jeweiligen Bundesregierungen. In vielen rohstoffreichen Regionen, von den ecuadorianischen Anden bis zu den philippinischen Inseln protestieren Menschen gegen die Ausbeutung ihrer Bodenschätze. Auch in Europa nehmen die Proteste zu. Daher fordern wir von der Bundesregierung eine Rohstoffwende, um Kreislaufwirtschaft auszubauen, Primärrohstoffnutzung zu reduzieren und somit die globale Rohstoffnachfrage zu dämpfen!

Ein Beispiel: Die zukünftige Elektromobilität wird die Nachfrage nach Metallen explodieren lassen. Zwar braucht es einen Ausstieg aus fossilen Antrieben wie Diesel- und Benzinmotoren, aber statt einer Antriebswende braucht es eine Mobilitätswende, bei der nicht zweieinhalb Tonnen schwere SUVs bewegt werden, um eine 80 Kilogramm schwere Person von A nach B zu bringen. Schon heute ist die Automobilindustrie einer der Hauptkonsumenten von metallischen Rohstoffen. Stattdessen brauchen wir eine sozial-ökologische Transformation des Mobilitätssektors. Auch im Bereich Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen benötigt es in Zukunft metallische Rohstoffe. PowerShift zeigt aber auf, dass Energiewende und Rohstoffwende kein Widerspruch sind und wir schon heute die Kreislaufführung der Rohstoffe in Solarzellen und Windkraftanlagen mitdenken müssen, damit diese Rohstoffe uns in zehn, 20 oder 30 Jahren noch zur Verfügung stehen.

Wir sehen die Bundesregierung hier in der Pflicht, auch als Reaktion auf die unsicheren Lieferketten durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und den Pandemie bedingten Unterbrechungen. Sie muss den Rohstoffverbrauch absolut senken, Lieferkettengesetz zum Schutz von Betroffenen des Bergbaus inklusive Zugang zu Recht verbessern und die Kreislaufwirtschaft massiv ausbauen. Das fängt beim Design an, geht über Reparierfähigkeit bis hin zum Informationsmanagement.

Die wichtigsten Forderungen lauten:

  • Sektorspezifische Ziele für die Reduktion des Primärmetallverbrauchs definieren
  • Kreislaufwirtschaft nicht als Abfallmanagement, sondern als Rohstoffpolitik verstehen und über die Design-, Produktions-, Nutzungs- und Wiederverwertungsphasen Metalle im Gebrauch zu halten
  • Menschenrechtliche, umweltbezogene und klimabezogene Sorgfaltspflichten in Gesetzen verankern und stärken

Unsere Petitionen

#yes EU can – für ein wirksames EU-Lieferkettengesetz
Justice is everybody's business

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Rohstoffwende ohne Kupfer und Nickel aus dem Regenwald!
Garantiert ungerecht - Vertreibung mit deutscher Unterstützung
Lieferkettengesetz

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