Autor: Constantin Bittner
Zusammenfassung
Rohstoffabbau im brasilianischen Amazonasgebiet steht sinnbildlich für die Widersprüche der globalen Klimapolitik. Eine Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius nicht zu überschreiten, war vereinbartes Ziel der Pariser Klimakonferenz 2015. Doch bereits im Jahr 2024, nur neun Jahre später, wurde diese Grenze erstmals überschritten. Die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre hat einen neuen Höchststand erreicht und der erste Klimakipppunkte ist 2025 überschritten worden. Regierungen reagieren darauf mit Vorhaben zur Dekarbonisierung der Wirtschaft. Dafür werden aber immer mehr metallische Rohstoffe gebraucht, wenn nicht an anderer Stelle Einsparungen vorgenommen werden. Denn für die Energiewende wird letztlich nur ein kleiner Teil der Rohstoffe verwendet. Die Klimakonferenz in Brasilien muss sich dieser Thematik annehmen. Denn eine gerechte Rohstoff- und Klimapolitik müssen gemeinsam gedacht werden
Zur Rohstoffgewinnung werden Bergbauprojekte auch in relevanten Regionen für den Klimaschutz und mit hoher Biodiversität vorangetrieben – mit gravierenden Folgen für die dort lebenden Menschen, die Umwelt, die Artenvielfalt und das Weltklima. Deshalb stellt sich eine zentrale Frage: Wie können wir weniger Ressourcen verbrauchen und unsere Lebensgrundlagen schützen?
Das Hintergrundpapier erläutert wie der Abbau von Metallerzen wie Aluminium, Eisen oder Kupfer im brasilianischen Amazonasgebiet indigene und traditionelle Gemeinschaften bedroht, Wälder zerstört und Flüsse verschmutzt. Es bezieht sich dabei nicht allein auf den Abbau, sondern auch auf die Infrastruktur die für den Abbau, die Verarbeitung und den Export benötigt wird. Denn die geförderten Rohstoffe finden über internationale Lieferketten ihren Weg bis nach Deutschland und die EU. Sie stecken in Autos, unserer Infrastruktur und Konsumgütern. Deutschland und die EU tragen durch ihre Nachfrage und den Konsum von Rohstoffen eine entscheidende Verantwortung entlang globaler Lieferketten.
In Zusammenarbeit mit FDCL und KoBra veröffentlicht.
Finanziert durch BMZ und Engagement Global.








