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Mitsprache! Risiken des EU-Critical Raw Materials Acts und das Problem der strategischen Projekte

Titelbild Strategische Projekte

Der EU Critical Raw Materials Act: Beschleunigung um jeden Preis?

Mit dem EU Critical Raw Materials Act (CRMA) verfolgt die Europäische Union das Ziel, den Zugang zu sogenannten kritischen Rohstoffen zu sichern. Zu diesem Zweck sollen ausgewählte Bergbau-, Verarbeitungs- und Recyclingvorhaben als „Strategische Projekte“ eingestuft werden. Diese Projekte profitieren von beschleunigten Genehmigungsverfahren, verkürzten Fristen und erleichtertem Zugang zu öffentlicher Finanzierung.

Was als Beitrag zur Rohstoffsicherheit verkauft wird, birgt jedoch erhebliche Risiken für Umwelt, Menschenrechte und demokratische Beteiligung.

Risiken für Transparenz, Umwelt- und Beteiligungsrechte

Die Einstufung als Strategisches Projekt kann dazu führen, dass Umweltprüfungen, öffentliche Konsultationen und lokale Mitbestimmungsprozesse unter Zeitdruck geraten oder faktisch ausgehöhlt werden. Gerade in rohstoffreichen Regionen droht eine Verschärfung bestehender Konflikte – etwa durch:

  • eingeschränkten Zugang zu Informationen,
  • verkürzte Beteiligungsverfahren,
  • hohen Druck auf lokale Behörden und betroffene Gemeinden,
  • begrenzte Möglichkeiten für rechtlichen Rechtsschutz.

Der CRMA setzt damit auf Beschleunigung statt Sorgfalt – ein Ansatz, der im Widerspruch zu menschenrechtlichen und ökologischen Standards sowie zu demokratischen Grundprinzipien steht.

Der neue PowerShift-Guide „Strategische Projekte – Mitbestimmen leicht gemacht!“ zeigt betroffenen Gemeinden, lokalen Initiativen und der Zivilgesellschaft, welche Mitspracherechte trotz CRMA bestehen – und wie sie genutzt werden können.

Der Guide bietet einen systematischen Überblick über Beteiligungsmöglichkeiten auf:

  • lokaler Ebene (z. B. frühzeitige Information, kommunale Verfahren),
  • nationaler Ebene (Genehmigungsprozesse, Umweltverträglichkeitsprüfungen – UVP),
  • EU-Ebene (Transparenzpflichten, Beschwerde- und Klagemöglichkeiten).

Praxisbeispiele zeigen: Echte Beteiligung braucht Zeit und Transparenz.

Anhand konkreter Fallbeispiele, unter anderem aus Portugal, macht der Guide deutlich:
Wirksame Beteiligung ist kein formaler Akt, sondern setzt voraus, dass Betroffene frühzeitig informiert werden, Zugang zu relevanten Unterlagen haben und ausreichend Zeit für Prüfung, Austausch und Widerspruch erhalten.

Gerade bei Strategischen Projekten im Rahmen des CRMA ist dies entscheidend, um Umweltzerstörung, soziale Konflikte und Rechtsverletzungen zu verhindern.

Fazit: Rohstoffpolitik braucht Demokratie und Sorgfalt

Eine nachhaltige und gerechte Rohstoffpolitik darf Mitbestimmung, Umwelt- und Menschenrechte nicht als Hindernis begreifen, sondern muss sie als Voraussetzung für gesellschaftliche Akzeptanz und langfristige Versorgungssicherheit stärken.
Der PowerShift-Guide leistet dazu einen konkreten Beitrag – indem er Wissen zugänglich macht und Handlungsspielräume aufzeigt.

Mehr zu dem Thema und internationale Perspektiven hier.

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