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Eine Partnerschaft unter Gleichen? – Wie die strategischen Partnerschaften der EU im Bereich der kritischen Rohstoffe zu stärken sind

Neonreklame mit menschlicher Hand

Kritische Rohstoffe: Ohne gerechte Partnerschaften keine nachhaltige Transformation

Zusammenfassung

Kritische Rohstoffe sind unverzichtbar für die Energiewende der EU. Doch die aktuelle Strategie birgt erhebliche Risiken für Umwelt, Menschenrechte und globale Gerechtigkeit. Das Briefing „A Partnership of Equals?“ zeigt: Die geplanten strategischen Partnerschaften im Rahmen des Critical Raw Materials Act (CRMA) müssen deutlich nachgeschärft werden.

Warum das Thema politisch zentral ist

Die EU benötigt große Mengen an Metallen für Klimaneutralität und Digitalisierung, ist jedoch stark von Importen abhängig. Gleichzeitig stammen viele Rohstoffe aus Ländern mit schwacher Governance und hohen sozialen sowie ökologischen Risiken.

Die Antwort der EU: strategische Rohstoffpartnerschaften.

Anspruch vs. Realität

Die Partnerschaften sollen Versorgung sichern und nachhaltige Entwicklung fördern. In der Praxis zeigen sich jedoch deutliche Schwächen:

  • zu wenig Transparenz und Beteiligung
  • unklare Umwelt- und Sozialstandards
  • fehlende konkrete Umsetzung

Es besteht die Gefahr, bestehende Ungleichheiten zu verstärken.

Zentrale Herausforderungen

Umwelt- und Menschenrechtsrisiken

Rohstoffabbau führt häufig zu Umweltzerstörung, Konflikten und Verletzungen von Rechten lokaler und indigener Gemeinschaften.

Fehlende lokale Wertschöpfung

Viele Förderländer profitieren kaum wirtschaftlich. Industrialisierung, Technologietransfer und faire Einnahmen bleiben begrenzt.

Mangelnde Transparenz

Verträge und Entscheidungsprozesse sind oft intransparent, zivilgesellschaftliche Akteure kaum eingebunden.

Keine Strategie zur Nachfragereduktion

Die EU setzt primär auf mehr Angebot, statt den Rohstoffverbrauch strukturell zu senken.

Politischer Handlungsbedarf

1. Verbindliche Standards

  • verpflichtende menschenrechtliche und ökologische Sorgfalt
  • Schutz lokaler Gemeinschaften

2. Entwicklung stärken

  • lokale Wertschöpfung und Industrialisierung fördern
  • Technologietransfer sichern

3. Transparenz und Beteiligung

  • öffentliche Zugänglichkeit aller Vereinbarungen
  • Einbindung von Zivilgesellschaft

4. Rohstoffverbrauch senken

  • Effizienz, Kreislaufwirtschaft und Suffizienz priorisieren

Fazit

Die EU steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Ohne grundlegende Reformen drohen Rohstoffpartnerschaften ökologische Schäden und globale Ungleichheiten zu vertiefen.

Eine nachhaltige Transformation erfordert Partnerschaften auf Augenhöhe – transparent, gerecht und mit klaren sozialen und ökologischen Leitplanken.

Presse & Hintergrund

Für Interviews, O-Töne und Daten bitten wir um Kontaktaufnahme:
Adrian Bornmann
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Maja Wilke
Referentin für Rohstoffpolitik

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