Klimapolitik,Publikation,Rohstoffpolitik

Wasserstoff und Klimagerechtigkeit

Huge solar park in a desert landscape in view from above

Die Publikation des Konzeptwerks Neue Ökonomie macht deutlich: „Grüner“ Wasserstoff aus 100% erneuerbaren Energien kann zu einer klimagerechten Wirtschaft beitragen, wenn der Einsatz begrenzt und die Verwendungsbereiche klar politisch priorisiert werden.

Bei dem von Industrie, EU und Bundesregierung geplanten massiven Wasserstoffhochlauf drohen klimaschädliche Effekte – der vorgesehene Bedarf wird auf absehbare Zeit nicht „grün“ zu decken sein. Neue Erdgasnetze werden derzeit als angeblich „H2-ready“ legitimiert – eine starke Übertreibung, die einen fossilen Lock-in für Jahrzehnte bedeuten könnte. Nicht zuletzt drohen geplante Wasserstoffexport-Megaprojekte im globalen Süden koloniale Ungerechtigkeiten fortzusetzen: Ressourcen wie Geld, Flächen, Süßwasser und Rohstoffe werden für das Wachstum der europäischen Industrie reserviert statt für eine lokale, demokratische Energiewende. Solche Entwicklungen müssen durch starke gesetzliche Regelungen verhindert werden.

Autor*innen
Hendrik Schnittker
Lisa Steinwandel