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Neue Analyse zeigt: Schutzstandards öffentlicher Banken reichen für Bergbau-Risiken nicht aus

Ein Bild von einer Mine im Hintergrund. Davor steht: "Neue Analyse zeigt: Schutzstandards öffentlicher Banken reichen für Bergbau-Risiken nicht aus"

Berlin, 21.07.2026: Im Kontext geopolitischer Rohstoffsicherung haben öffentliche Finanzinstitutionen wie die Europäische Investitionsbank (EIB), die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die International Finance Corporation (IFC) angekündigt, künftig verstärkt in den Bergbausektor zu investieren. Auch die EU und die Bundesregierung setzen zunehmend auf Rohstoffsicherung, etwa durch den Critical Raw Materials Act (CRMA) oder einen geplanten Rohstofffonds. Öffentliche Banken sollen dabei gezielt strategische Projekte finanzieren und als Ankerinvestoren private Investitionen mobilisieren.

Eine neue Analyse von PowerShift zeigt jedoch, dass internationale Finanzierungsstandards sowie die Standards der öffentlichen Banken nicht ausreichend auf die spezifischen Risiken des Hochrisikosektors Bergbau ausgerichtet sind. Sie sind zu unverbindlich und werden nur lückenhaft umgesetzt. Dies hat gravierende soziale und ökologische Folgen.

Vanessa Fischer, Rohstoffreferentin bei PowerShift, betont:

„Öffentliche Finanzinstitutionen tragen maßgeblich dazu bei, ob und wie Bergbauprojekte realisiert werden. Ohne klare Regeln droht eine Verschärfung globaler Umwelt- und Menschenrechtskonflikte. Eine echte Rohstoffwende braucht weniger Primärabbau, nicht mehr Finanzierung für riskante Projekte.“

Zentrale Kritikpunkte der Analyse sind:  

  • systematische Transparenzlücken, insbesondere bei Finanzierungen über Intermediäre
  • mangelnde Rechenschaftspflichten und schwache Beschwerdemechanismen für betroffene Gemeinschaften. Dies gilt insbesondere für die KfW-IPEX Bank, die bislang über keinen unabhängigen Beschwerdemechanismus verfügt und dringend einen solchen einrichten muss
  • Umwelt- und Sozialstandards, die häufig nur prozedural ausgestaltet sind und keine klaren Konsequenzen bei Verstößen vorsehen

Die neue PowerShift-Publikation “Finanzierung von Bergbau: Lücken bei Standards, Transparenz und Rechenschaftspflichten schließen” kommt zu dem Ergebnis, dass eine substanzielle Nachschärfung der Schutzstandards dringend erforderlich ist.

PowerShift fordert daher:  

  • verbindliche menschenrechtliche und ökologische Sorgfaltspflichten mit klaren Ausschlusskriterien für Bergbau in ökologisch besonders sensiblen Regionen (z.B. Regenwald)
  • Transparenz entlang der gesamten Finanzierungskette, einschließlich Finanzintermediären und Subprojekten
  • starke, unabhängige Beschwerdemechanismen mit Zugang zu Abhilfe
  • „Responsible Exit“-Regeln bei Rückzug aus Projekten
  • politische Priorisierung von Kreislaufwirtschaft und Reduktion des Rohstoffverbrauchs statt Ausbau des Bergbaus

Die vollständige Analyse “Finanzierung von Bergbau: Lücken bei Standards, Transparenz und Rechenschaftspflichten schließen” finden Sie ab jetzt hier: https://power-shift.de/finanzierung-von-bergbau/  

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:  

Vanessa Fischer, Referentin für Rohstoffpolitik bei PowerShift und Autorin der Studie, +49 (0)1575 4768413, vanessa.fischer@power-shift.de

Adrian Bornmann, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei PowerShift, +49 (0)30-27590497, adrian.bornmann@power-shift.de

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