70+ Organisationen fordern Stopp des EU-Mexiko-Handelsabkommens
Berlin, 21. Mai 2026: Einen Tag vor der offiziellen Unterzeichnungszeremonie des erweiterten Handels- und Partnerschaftsabkommens zwischen der Europäischen Union und Mexiko veröffentlichen 72 Organisationen aus Lateinamerika und der EU eine gemeinsame Erklärung. Darin fordern Sie die politischen Entscheidungsträger*innen auf, weder das Handels- noch das Globalabkommen zwischen der EU und Mexiko zu unterzeichnen.
Bettina Müller, Referentin für Handels- und Investitionspolitik der Berliner NGO PowerShift, erklärt dazu:
“Das Handelsabkommen zwischen der EU und Mexiko bleibt deutlich hinter anderen Abkommen zurück, die die EU in jüngster Zeit mit Ländern der Region geschlossen hat. Statt einer echten Modernisierung wurden vor allem die Privilegien für Konzerne ausgeweitet. Umwelt- und Menschenrechtsstandards bleiben unverbindlich, während Unternehmen sehr konkrete Zugangsrechte erhalten, bspw. im Bereich öffentlicher Ausschreibungen in Mexiko. Gleichzeitig werden Zölle auf landwirtschaftliche Produkte weiter abgebaut. Das schwächt die kleinbäuerliche Landwirtschaft in Mexiko. Zudem erleichtert das Abkommen europäischen Unternehmen den Zugang zu mexikanischen Rohstoffen. Das sind nur einige der Gründe, warum PowerShift und zahlreiche andere Organisationen sich einig sind: Dieses Abkommen ist nicht modern, sondern aus der Zeit gefallen. Es vertieft bestehende Ungleichheiten zwischen den Wirtschaftsräumen und ist Gift für die Umwelt und unser Klima. Wir brauchen mehr Zusammenarbeit mit Mexiko – aber nicht in Form dieses ungerechten und schädlichen Handelsabkommens.”
Die vollständige Erklärung gegen das Abkommen finden Sie hier: https://europeantradejustice.org/stop-the-modernised-global-and-free-trade-agreement-between-the-european-union-and-mexico/
Für Interviews und Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Bettina Müller, 0174 4537605, bettina.mueller@power-shift.de








