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Organisationen aus vier Kontinenten fordern Reduzierung des Rohstoffverbrauchs im Globalen Norden

Berge auf den Philippinen.

Berlin, Kapstadt, Jakarta, Lima, Manila, 17. November 2025: Anlässlich der COP30 fordern sechs Organisationen aus aller Welt den Globalen Norden auf, den Rohstoffverbrauch im Rahmen der sogenannten grünen Transformation drastisch zu reduzieren, da die Rohstoffgewinnung in den Produktionsländern schwerwiegende soziale und ökologische Schäden verursacht. Eine jüngst erschienene Studienreihe aus den Philippinen, Südafrika, Indonesien und Peru zeigt, dass die steigende Nachfrage nach sogenannten Übergangsmineralien direkt mit Wasserverschmutzung, Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und minimalen lokalen wirtschaftlichen Vorteilen verknüpft ist. Alle Autor*innen argumentieren, dass Effizienzsteigerungen bei der Ressourcennutzung allein diese Auswirkungen nicht verhindern können.

„Die EU verbraucht bereits 25 bis 30 Prozent der weltweit produzierten Metalle, obwohl sie nur 6 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht“, betont Rhoda Viajar von Alyansa Tigil Mina, einem Umweltschutznetzwerk aus den Philippinen, und fordert „Degrowth und einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, um den nicht nachhaltigen Rohstoffverbrauch zu reduzieren.“

„Frauen in vom Bergbau betroffenen Gemeinden sind mit einer erhöhten Belastung konfrontiert: unsichere und beschwerliche Wege, um Wasser zu holen, soziale und Sorgearbeit für Kinder und kranke Familienmitglieder und häufige Ausschlüsse von formellen Beschäftigungsmöglichkeiten, insbesondere im Bergbausektor“, betont Maxine Bezuidenhout von der südafrikanischen Organisation AIDC.

„Die europäischen Länder als Endverbraucher der geförderten Mineralien müssen ihren Verbrauch an Primärmineralien reduzieren und die sozialen und ökologischen Standards verbessern, unter denen diese Rohstoffe abgebaut und weiterverarbeitet werden“, sagt Pius Ginting von der indonesischen NGO AEER. „Die hohe Konzentration von Metallen in den Küstengewässern stellt eine Gesundheitsgefahr sowohl für Wasserorganismen als auch für die Anwohner*innen dar.“

„Eine gerechte Energiewende wird nur möglich sein, wenn die weltweite Nachfrage nach kritischen Rohstoffen reduziert wird“, argumentiert Jaime Borda vom peruanischen Netzwerk für Umwelt und Menschenrechte Red Muqui.

„Die vier Studien aus sehr unterschiedlichen Ländern unterstreichen die Notwendigkeit, die Reduzierung des Metallverbrauchs in Deutschland und Europa voranzutreiben. Der entscheidende Wandel muss hier im Globalen Norden stattfinden, um die Klimakrise, massive Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen zu bekämpfen“, sagt Constantin Bittner von der deutschen NGO PowerShift. „Der Mobilitätssektor, der sich von großen, schweren Autos hin zu nachhaltiger Mobilität bewegt, ist einer der größten Hebel in diesem Bereich, wie die Studien zeigen.“

Die vier Studien der beteiligten Organisationen, unterstützt von MISEREOR und PowerShift, sind online verfügbar unter: https://power-shift.de/raw-materials-reduction-series/

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:

  • Constantin Bittner, Koordinator des AK Rohstoffe bei PowerShift, +49 (0)30 419 341 82, constantin.bittner@power-shift.de
  • Adrian Bornmann, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei PowerShift, adrian.bornmann@power-shift.de, +49 (0)30-27590497

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