PowerShift in den Medien

Unser Medienspiegel startet im Jahr 2014. Die jüngsten Beiträge finden sich oben. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern möchten eine Auswahl von Artikeln präsentieren, die wir entweder mit angestoßen haben oder in denen wir selbst zu Wort kommen (Interviews, Zitate, eigene Artikel, etc.).

20.08.2020, Süddeutsche Zeitung
Freihandelsabkommen Mercosur: Vergiftete Stimmung
An diesem Donnerstag will ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) eine Protestnote vorlegen, die den Handel mit Pestiziden anprangert. Beteiligt sind Gruppen wie Powershift, Forum Umwelt und Entwicklung, Attac Deutschland, Campact und andere. Sie befürchten unter anderem, dass durch den engeren Handel noch mehr hochgiftige Pestizide in die Mercosur-Länder exportiert werden könnten, als es jetzt schon der Fall ist. "In der EU sind zahlreiche Pestizide aus gutem Grund nicht zugelassen. Sie stehen im Verdacht, Krebs zu erregen, Ungeborene sowie Organe zu schädigen", sagt sie. Den Export dieser hochgefährlichen Pestizide durch ein Handelsabkommen zu erleichtern, widerspreche allen europäischen Werten. (Zum Artikel).

20.08.2020, taz
Mercosur-Vertrag fördert Exporte von Pestiziden
Die EU könnte noch leichter gefähr­liche Chemikalien nach Südamerika verkaufen, warnen Aktivisten. "Den Export dieser hochgefährlichen Pestizide durch ein Handelsabkommen zu erleichtern, widerspricht allen europäischen Werten“, sagte Bettina Müller, Handelsreferentin bei PowerShift. Auch europäische Verbraucher*innen sind laut PowerShift betroffen. „Das EU-Mercosur-Abkommen sieht vor, Lebensmittelkontrollen weiter abzubauen“, so die Aktivisten. Deshalb könnten Rückstände gefährlicher Pestizide auf den Tellern europäischer Konsumenten landen. „Die Bundesregierung darf das EU-Mercosur-Abkommen auch aus diesem Grund nicht ratifizieren“, forderte Müller. (Zum Artikel)

04.08.2020, Tagesspiegel Background Energie und Klima
Gericht weist Deutschland in Energiestreit ab
Die Bundesregierung hat vor dem internationalen Schiedsgerichtshof ICSID kein Glück. Erneut hat er einen Einspruch Deutschlands abgelehnt. Nach Vattenfall erringt nun der Baukonzern Strabag im Streit über ein Energieprojekt einen Etappenerfolg gegen den Bund. Ob die von der EU angestrebte Modernisierung des Energiecharta-Vertrages gelingt, ist ungewiss. Fabian Flues von der globalisierungskritischen Nichtregierungsorganisation Powershift, der die Entwicklung verfolgt, sagt: „Die Lage ist kompliziert. EU-Recht steht gegen internationales Investitionsrecht.“ Flues rechnet nicht mit einer baldigen Klärung. „Es wird wahrscheinlich ein langwieriges Hin und Her.“ Daran dürfte auch vehemente Kritik aus dem EU-Parlament nichts ändern. Anfang Juli hatte eine Gruppe von Abgeordneten, darunter Michael Bloss von den Grünen und der Franzose Pascal Canfin, Vorsitzender des Umweltausschusses, gewarnt, der Energie-Charta-Vertrag bedrohe die Klimaschutzziele der EU: „Die bloße Androhen einer Beschwerde kann genug sein, um Staaten dazu zu treiben, keine ambitionierten Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Klimaverpflichtungen umzusetzen“. (Weiterlesen - nur mit Abo)

22.07.2020, Frankfurter Rundschau
Vollkasko für Fossilien
Wenn die Politik aus Öl und Kohle aussteigt, können die Konzerne oft riesige Summen einklagen. So regelt es ein Vertrag – aus dem die EU schnell aussteigen sollte. Der Kampf gegen die Klimakrise droht durch ein kaum bekanntes internationales Abkommen ausgebremst und verteuert zu werden. Der Energiecharta-Vertrag ermöglicht es fossilen Konzernen, Staaten auf Milliarden Euro Schadensersatz zu verklagen, wenn sie Regulierungen zur Bekämpfung des Klimawandels erlassen. (Weiterlesen)

23.06.2020, Der Freitag
Weiter so?
Eigentlich wäre die deutsche EU-Ratspräsidentschaft prädestiniert, Lehren aus Corona zu ziehen und eine klimafreundliche Handelspolitik zu etablieren – eigentlich. Die Eingriffe in das Welthandelssystem, die derzeit zur Bekämpfung von Corona in Betracht gezogen werden, sind auch für die Bekämpfung des Klimawandels wichtig. Sie dürfen nicht kurzfristig und einmalig bleiben, sondern müssen dauerhaft in die Welthandelsordnung aufgenommen werden, um die drohende Klimakrise abzumildern. (Weiterlesen)

18.06.2020, Jacobin
Konzerne könnten Staaten bald für Corona-Schutz verklagen – auf »Schadensersatz«
Bald können Investoren Staaten wegen Corona-Maßnahmen vor Schiedsgerichten verklagen. Etwa weil sie den Patentschutz für Medikamente aufgeweicht haben. Wir müssen uns entscheiden: Demokratie oder neoliberale Handelsabkommen. (Weiterlesen)

10.06.2020, WDR5
Aluminium - ein Metall mit Tücken
Alu-Dosen, Alu-Felgen, Alu-Fenster. Aluminium ist ein Produkt, von dem wir alle gut leben – in der Küche, am Bau, oder im Auto. Aber in Deutschland wird immer weniger Aluminium hergestellt. Zu teuer, zu energieintensiv, zu umweltbelastend. Beim Abbau des für Aluminium benötigten Bauxit kommt es in Guinea zu Umweltzerstörungen und Vertreibungen. Finanziert wird der Abbau des Bauxits auch mit einer Kreditgarantie der Bundesregierung, berichtet Michael Reckordt in der WDR5-Sendung "Neugierig genügt". (Zum Feature (s. Sendung vom 10.06.2020). Zum Download. Weitere Infos im Factsheet Raubbau für deutsche Autos)

06.06.2020, Radio Wüste Welle
ISDS - wessen Gerechtigkeit?
In der BigFatMealSession am 26.5. interviewten wir Bettina Müller von PowerShift zu den Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS), einem Instrument des Freihandels-Systems, das Konzernen helfen soll, ihre Ansprüche gegenüber Staaten durchzusetzen - ganz brisant in der gegenwärtigen Pandemie. (Zum Beitrag)

04.06.2020, E+Z
Konzerne klagen gegen staatlichen Klimaschutz
Auf Grundlage des Energiecharta-Vertrags verklagen Konzerne Staaten auf Entschädigung, wenn diese die Nutzung fossiler Energien beenden oder einschränken. Zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Mitglieder des Vertrags zu Reformen aufgerufen und fordern unter anderem ein Ende des Investitionsschutzes für fossile Brennstoffe. Laut dem Verein PowerShift spielt Klimaschutz bei den bisherigen Modernisierungsüberlegungen jedoch kaum eine Rolle. (Weiterlesen)

20.05.2020, euractiv
EU-Handelspolitik: Keine Hoffnung auf Kurswechsel
Ende April verkündete die EU-Kommission den Abschluss der Verhandlungen für ein Handelsabkommen mit #Mexiko. Doch das Abkommen steht keineswegs für zukunftsfähigen Handel, sondern für eine Zementierung des Status Quo, schreiben Nelly Grotefendt vom Forum Umwelt und Entwicklung sowie Bettina Müller von PowerShift e.V. - und fordern von den Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten sowie dem EU-Parlament, das Abkommen zu stoppen.  (Weiterlesen)

30.04.2020, Tagesspiegel Background Energie und Klima
Neue Energiecharta könnte Kohleausstieg verteuern
Der Energiecharta-Vertrag gibt Energiekonzernen die Möglichkeit, Staaten vor vergleichsweise intransparenten Schiedsgerichten auf gewaltige Entschädigungssummen zu verklagen. Kohlegegner hofften bisher, dass die geplante Modernisierung des Vertrags diese Option ausschließt. Doch daraus wird nichts, falls der aktuelle Erneuerungsentwurf rechtskräftig wird, der Tagesspiegel Background vorliegt. Powershift kritisiert darüber hinaus, dass der neue Vertragsentwurf den bisherigen Investorenschutz für fossile Brennstoffe beibehält. Dies ermögliche insbesondere Klagen wie jene, die der Energiekonzern Uniper im Herbst den Niederlanden angedroht hat, die bis 2030 die Kohleverstromung beenden wollen. Das, sagt Flues sei möglicherweise erst der Anfang. „Es droht eine Klagewelle vor Schiedsgerichten, wenn Regierungen den Entschädigungsforderungen von Betreibern fossiler Kraftwerke nicht entgegenkommen“. (Weiterlesen)

23.04.2020, junge Welt
Nur E-Antrieb reicht nicht
Tesla-Fabrik Grünheide: Umwelt- und entwicklungspolitische Gruppen kritisieren Konzernpläne. Der Berliner Verein PowerShift gehört zu den Initiatoren der Erklärung »Tesla Gigafactory: Ein Elektromotor macht noch keine Verkehrswende«, die am selben Tag veröffentlicht wurde. »Statt millionenfach übermotorisierte und rasend schnelle Tesla-SUVs und Oberklassewagen zu bauen, brauchen wir eine Abkehr vom motorisierten Individualverkehr«, so Fuchs. Fuchs ergänzte: »Ein reiner Antriebswechsel vom Verbrennungsmotor hin zum Elektromotor reicht nicht aus. Alle Autos – egal ob Benziner, Diesel- oder Elektroauto – verbrauchen Rohstoffe, die unter ökologisch und sozial unverantwortlichen Bedingungen in den Ländern des globalen Südens abgebaut werden.« (Weiterlesen)

April/Mai 2020, Rabe Ralf
Ein Tesla macht noch keine Verkehrswende
Es bestehen große Zweifel, ob Tesla oder auch VW und andere Autohersteller mit ihren E-Offensiven wirklich an der nachhaltigen Mobilität der Zukunft bauen. Zwar haben Elektroautos einen kleineren CO2-Fußabdruck. Bei 100 Prozent erneuerbaren Energien hätten sie einen „Klimavorteil“ von 50 Prozent gegenüber Verbrenner-Autos, weil CO2-Emissionen nur noch bei der Herstellung der Fahrzeuge anfallen würden. Doch die Verkehrs- und Flächenprobleme in den Städten blieben bestehen, wenn die 47 Millionen Autos in Deutschland bloß durch 47 Millionen E-Autos ausgetauscht würden. Allein in Berlin wird für parkende Autos eine Fläche von der dreifachen Größe des Tempelhofer Feldes benötigt. Und die Karosserien, die Technik und viele weitere Teile von E-Autos bestehen – wie bei Verbrennern – aus Metallen, die Deutschland zu 99 Pro-zent importieren muss. Beim Abbau dieser Rohstoffe kommt es regelmäßig zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung. Weiterlesen (als PDF)

03.04.2020, Wirtschaftswoche
Lieferkettengesetz: Von Corona gekappt
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wollte noch im März die Eckpunkte eines Lieferkettengesetzes vorstellen. Doch stattdessen ist Heil nun im akuten Corona-Krisenmodus. Das Vorhaben dürfte zur ersten Regulierung werden, die dem Coronavirus zum Opfer fällt. Denn Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hörte einen Sturm der Entrüstung aus den Verbänden, vor allem von Industrie und den Arbeitgebern. Und schaltete auf Widerstand. Michael Reckordt überrascht das nicht. „Aber natürlich argumentieren jetzt die Verbände, dass ein solches Gesetz die Unternehmen in der aktuellen Krise zusätzlich belasten würde“, sagt der Experte der Organisation PowerShift, die sich seit Langem mit dem Thema beschäftigt. Es gehe doch gar nicht darum, dass jeder Bleistifthersteller wissen müsse, woher sein Holz komme. Aber von einem Dax-Konzern könne man mehr erwarten als von kleinen Firmen. „Es geht darum, dass jeder sein Möglichstes tut. Menschenrechte gelten auch und gerade in Krisenzeiten.“ (Wirtschaftswoche - Ausgbe 15/2020 - Online-Link folgt, sobald Artikel verfügbar)

29.03.2020, Deutschlandfunk Hintergrund
Lithium im Erzgebirge - Goldgräberstimmung in Sachsen
Die deutsche Industrie ist weltweit der fünftgrößte Importeur von metallischen Rohstoffen. Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk fortdert Michael Reckordt stattdessen eine Rohstoffwende: „Wir brauchen ein konsequentes Recycling der Rohstoffe, weniger Verbrauch, länger nutzbare Produkte und ein Lieferkettengesetz“. Er weist zudem darauf hin, dass die Weiterverarbeitung von Metallen sehr viel Energie verbraucht. Schätzungsweise entstehen dadurch etwa 10% der weltweiten CO2-Emissionen. Zum Hintergrund.

19.03.2020, Wirtschaftswoche
Sterben im Kongo Menschen für E-Autos?
„Es ist gut, dass das Thema Kobalt über die E-Mobilität viel Aufmerksamkeit bekommt und so endlich auch den Fokus auf das Problem der Kinderarbeit lenkt“, sagt Michael Reckordt, der bei der NGO PowerShift e.V. zur deutschen Rohstoffpolitik arbeitet. „Bergbau in Entwicklungsländern ist fast immer problematisch, bei weitem nicht nur beim Kobalt“, sagt Reckordt. NGOs wie PowerShift oder Amnesty drängen daher auf umfassende, weiterreichende Regeln für Menschenrechte, die über möglichst viele Rohstoffe gelten sollen. Zum Artikel.

05.03.2020, "hr Info"
Deutschlands Rohstoffbedarf und seine Folgen
Deutschland ist eine Industrienation und der Erfolgsfaktor für die Industrie sind Rohstoffe. Rohstoffe, die wir importieren müssen. Im Bundestag war die Rohstoffversorgung am 5. März ein Thema, denn täglich benutzen wir Produkte, für die Rohstoffe gebraucht werden: Smartphones, E-Autos und Co. Die Abbaubedingungen entsprechen selten unseren Standards von Umwelt- und Menschenrechtsschutz. Zum Interview mit Michael Reckordt.

18.02.2020, Tagesspiegel Background Energie und Klima
CETA - Sargnagel für das Klima
Bis in die Nacht hinein haben die Abgeordneten des niederländischen Unterhauses kürzlich zum Handelsabkommen der EU mit Kanada (CETA) gestritten. Am heutigen Dienstag soll über das Abkommen abgestimmt werden. Eine Ratifizierung käme einer Selbstentmachtung der Politik im Kampf gegen die Klimakatastrophe gleich, warnt Alessa Hartmann von der Berliner NGO Powershift Die Niederlande könnten das umstrittene Abkommen zu Fall bringen. Weiterlesen.

11.02.2020, Berliner Morgenpost
Karl-Marx-Allee: Umgestaltung soll schon im Juni kommen
Bei einem Bürgerdialog wurde über die geplanten Grünstreifen auf der Karl-Marx-Allee diskutiert. Schon im Juni soll Baubeginn sein. Dass der Grünstreifen auf der Magistrale vom Alexanderplatz nach Friedrichshain als ausgemacht gilt, hat am Montagabend auch Peter Fuchs vom Bündnis „Berliner Straßen für Alle“ so aufgefasst. Das Bündnis forderte im Vorfeld des Bürgerdialogs die Vermeidung der Parkplätze. Weiterlesen.

28.01.2020, Bayern 2
Herausforderungen beim Recycling von Litium-Ionen Akkus
Der Lithium-Bedarf wird immer größer, beklagt Michael Reckordt von PowerShift. Die wichtigsten Förderländer von Lithium sind im Moment Australien, Chile, Argentinien und China. In Zukunft geht man aufgrund der großen Lithium-Vorkommen davon aus, dass Argentinien, Bolivien und Chile am wichtigsten sein werden. Dort sind vor allem die Salzseen relevant für den Lithium-Abbau der Zukunft. Ein großes Problem ist der hohe Wasserverbrauch des Lithium-Abbaus und der -Aufbereitung. Grundwasserspiegel sinken, sodass das Wasser nicht mehr für Vieh und die eigene Nahrungsmittelversorgung zur Verfügung steht. Der Beitrag lief im „Notizbuch“ auf Bayern2, am 28.01.20 (leider nicht online).

17.01.2020, Handelsblatt
Lithium-Ionen-Batterien sind ein Milliardengeschäft – mit Schattenseite
„Das Elektroauto, genauso wie der Verbrenner, verbraucht sehr viele metallische Rohstoffe“ sagt Power-Shift-Expertin Merle Groneweg. Auch wenn das Elektroauto die bessere Umweltbilanz im Vergleich zum Verbrenner habe, „das ist eine grundsätzliche Problematik“. Groneweg plädiert deswegen für eine Mobilitätswende. „Um den Verkehrssektor wirklich grüner zu machen, müssen wir die Zahl der Autos insgesamt reduzieren“, fordert sie. Aber das Jahrzehnt der Lithium-Ionen-Batterie hat gerade erst begonnen, und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Zum Artikel.

10.01.2020, Deutsche Welle
Deutschlands einzige Fabrik für Aluminiumoxid
Deutschland importiert Bauxit zur Aluminium-Herstellung aus Guinea. "In den Abbaugebieten wurden Menschen umgesiedelt, Wasserquellen werden verseucht durch den Einsatz von Chemikalien bei der Bauxitgewinnung, Anwohner klagen über Luftverschmutzung." Die Weltbank hat vor kurzem dem größten Bergbauunternehmen des Landes einen Kredit in Höhe von 900 Millionen Dollar zur Erweiterung einer großen Bauxit-Mine eingeräumt. Für ein Drittel des Kredites bürgt die Bundesrepublik Deutschland. Zum Artikel.

18.12.2019, Handelsblatt
E-Auto-Produktion: „Beim Abbau von Rohstoffen kommt es zu gravierender Umweltverschmutzung“
Bei Handelsblatt Live erklärt Merle Groneweg vom Verein „PowerShift“, welche Folgen die Produktion von Elektroautos für Mensch und Umwelt hat: Sowohl Elektroauto als auch Verbrenner verbrauchen viele Rohstoffe. Ein Auto ist, egal mit welchem Antrieb, eine Blechkiste. Wir brauchen eine drastische Reduktion der Anzahl der Autos und eine Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs sowie des Fuß- und Fahrradverkehrs. Zum Video.

16.12.2019, SWR2
Deutschlands letzte Fabrik für Aluminiumoxid
Michael Reckordt arbeitet als Rohstoffexperte bei PowerShift. "Es gibt in Guinea gerade eine Klage gegen die Weltbank aufgrund von Umsiedlungen auf Gebiete, auf denen sie keine Landwirtschaft betreiben können. Bei der Bauxitgewinnung kam es zur Wasservergiftung." Die Bundesregierung Deutschlands bürgt für einen Drittel eines Kredits zum Ausbau einer Mine, die diese negativen Folgen hatte. Radiobeitrag anhören.

02.12.2019, NDR
Chancen und Risiken des Tiefseebergbaus
Der Rohstoffbedarf für die E-Mobilität ist gigantisch. Die bisherigen Quellen für Kobalt, Lithium, Kupfer oder Nickel erweisen sich zunehmend als unsicher. Sowohl für die deutschen Unternehmen als auch für die Menschen, die das kostbare Gut oft unter oftmals unwürdigen Bedingungen aus der Erde holen. Die Tiefsee wird als neue Lagerstätte ins Visier genommen. Michael Reckordt von PowerShift ist nicht überzeugt: "Wir wissen über die Tiefsee weniger als über den Mond. Das heißt, wir wissen noch gar nicht, was wir eigentlich vor Ort anrichten." Zum Artikel.

21.11.2019, Neues Deutschland
Halb so viele Autos bis 2030
»Wir sind die neue Autolobby«, sagt Peter Fuchs, vom Verein PowerShift, der sich für eine ökologische und sozial gerechte Weltwirtschaft einsetzt. Eine Lobby, die allerdings eine drastische Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs in der Hauptstadtbefürwortet. »Berliner Straßen für alle« heißt das Bündnis aus mehreren Umweltverbänden und Verkehrsinitiativen, das sich am Mittwoch mit einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorstellt. Zum Artikel.

20.11.2019, taz
Weniger Autos, besserer Verkehr
Mobilitäts-AktivistInnen wollen die Zahl privater Autos in Berlin radikal senken. Die erste Reaktion der Verkehrsverwaltung klingt nicht abgeneigt. Es fehlt an Straßenraum für alle NutzerInnen ohne vier Räder und Verbrennungsmotor. Aus diesem Grund hatten ADFC, Changing Cities, BUND, VCD und andere am Mittwoch zur Vorstellung eines Plans eingeladen, mit dem es „Berliner Straßen für alle“ geben soll. „Wir sind die neue Autolobby“, sagte Peter Fuchs von der ebenfalls beteiligten Klimaschutzinitiative PowerShift – natürlich ironisch. Mit sieben Forderungen will das Bündnis die Politik unter Druck setzen. Ganz oben auf der Liste steht ein deutlicher Rückgang privater Kfz. „Wir haben viel zu viele Autos in der Stadt“. Zum Artikel.

20.11.2019, Berliner Morgenpost
Parken in Berlin: Verbände wollen 60.000 Parkplätze jährliche reduzieren
Ein Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl an Autos zu reduzieren. Um das zu erreichen, sollen die Parkplätze verknappt werden. Die Forderung ist Teil einer Liste von sieben Maßnahmen, die die Verbände und Initiativen am Mittwoch vorgestellt haben. Wie viele Parkplätze es derzeit in Berlin gebe, sei unklar, sagte Masurat. Die Verbände schätzten, dass sich deren Fläche jedoch auf das viereinhalbfache des Tempelhofer Feldes summiere. Man wolle „Autos und Stadt und den Blick auf ein lebendiges Berlin zusammendenken“, erklärte Peter Fuchs vom Energiewendeverein Powershift. Zum Artikel.

15.11.2019, Deutschlandfunk Kultur
Was bringen E-Autos fürs Klima?
Sie sind die Hoffnung im Kampf gegen den Klimawandel: Elektro-Autos. Die Bundesregierung lockt Käufer mit Prämien. Tesla will ein Werk nahe Berlin bauen. Wie umweltfreundlich sind die Batterie-Mobile? Sind Elektroautos wirklich die saubere Lösung für das Klimaproblem? Für die Akkus werden wertvolle Rohstoffe wie Lithium und Kobalt verbraucht; gewonnen zum Teil unter menschenverachtenden Umständen, mahnen Umweltschützer. Zum Artikel mit Audiomitschnitt (siehe Play-Button im Foto)

06.11.2019, Deutschlandfunk
Mobilität aus der Steckdose: Überholspur oder Sackgasse
Der Bund liefert einen höheren Anteil zur Kaufprämie für neue Autos mit Elektroantrieb, beteiligt sich am Ausbau von Ladestationen und nimmt die Automobil-Branche bei all dem mit in die Pflicht. Das sind die Ergebnisse des Auto-Gipfels. Aber reicht das aus für die Mobilität der Zukunft? Beim Deutschlandfunk diskutierten: Merle Groneweg, Power Shift – Verein für eine gerechtere Energie- und Weltwirtschaft, Matthias Dürr, Leiter des Kompetenzzentrums Elektromobilität NRW, Axel Friedrich, Internationaler Verkehrsexperte, früher beim Umweltbundesamt, Christian Kunze, stellvertretender Leiter der Forschungsvereinigung Antriebstechnik im VDMA. Zum Artikel und Audiomitschnitt (siehe Play-Button im Foto).

04.11.2019, taz
Klimaschutz im Straßenverkehr: E-Autos sind nicht die Lösung
Konventionelle Fahrzeuge gegen E-Autos auszutauschen – das ist Aktivisten zufolge nicht die Lösung der Klima- und Mobilitätsprobleme. „Ein 1:1-Austausch ist nachhaltig nicht machbar“, sagt Michael Reckordt, Rohstoffexperte der Nichtregierungsorganisation PowerShift, der taz. Trotz aller Unzulänglichkeiten: Im Zweifel hält Reckordt ein E-Auto für besser als ein konventionelles. „Auch bei herkömmlichen Autos gibt es Probleme bei der Rohstoffgewinnung“, sagt Reckordt. Insgesamt müsse die Anzahl der Autos sinken, sagt Reckordt. Die Kommunen müssten sich grundsätzlich vom Konzept der autogerechten Stadt abwenden, das Pkw gegenüber FußgängerInnen und RadlerInnen Vorrang gibt. Außerdem müsse der öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) drastisch ausgebaut werden. Zum Artikel.

21.10.2019, Deutschlandfunk Umwelt und Verbraucher
UNIPER vs. Niederlande: Konzerne klagen gegen Klimaschutz
Die Niederlande wollen aus der Kohle aussteigen. Der deutsche Energieriese UNIPER will dagegen eine Konzernklage vor einem privaten Schiedsgericht anstrengen. Wegen entgangener zukünftiger Gewinne fordert der Konzern einen "Schadensersatz" mindestens in dreistelliger Millionenhöhe. Unsere Handelsexpertin Bettina Müller sagt im Deutschlandfunk: Solche Konzernklagen bremsen und verteuern politische Bemühungen zum Klimaschutz. Die Konzernklagen zugrundeliegenden Investitionsabkommen müssen sofort beendet werden. Direkt zum Interview.

18.10.2019, euractiv.de
Zahl von Investorenklagen gegen Staaten steigt
Weltweit werden derzeit 117 Staaten von Unternehmen verklagt, die ihre Investitionen in Gefahr sehen. Oft beugen sich Regierungen dem Druck und schwächen zum Beispiel geplante Gesetze zum Klimaschutz ab, meint die UN. Die EU drängt auf eine Reform des Klagesystems. Das Recht von Investoren, Staaten zu verklagen, sei „Gift für die Bekämpfung des Klimawandels“, sagt Bettina Müller, Handelsreferentin bei PowerShift. Die Berliner NGO befasst sich u.a. mit Fragen zu einer gerechteren Weltwirtschaft und setzt sich für die Abschaffung exklusiver Konzernklagerechte ein. Zum Artikel.

04.09.2019, taz.de
Kohleausstieg in der Lausitz: „Es braucht konkrete Konzepte“
"Umsiedlungen als Folge von Rohstoffabbau haben eine lange, traurige Tradition, rund 250 Dörfer sind in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier abgebaggert worden. In der zivilgesellschaftlichen Arbeit geht es vor allem darum, den Menschen, die bleiben wollen, den Rücken zu stärken, zu zeigen: Ihre Anliegen werden gehört und sind legitim, auch wenn die Staatsregierung es anders sieht." Komplettes Interview lesen.

04.09.2019, iz3w - südnordfunk, #64
Klimapolitik-Notstand: Auch Handelspolitik ist Klimapolitik
Autos gegen Fleisch und Soja – so lautet die inoffizielle Version des Handelsabkommens zwischen den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay und den Mitgliedsstaaten der EU. Den Schutz des Regenwaldes, die Rechte von Indigenen und bäuerliche Interessen haben die Verhandelnden offenbar „vergessen“. Als Folge von größeren Sojafeldern und Rinderherden werden auch die Indigenen weiteren Verfolgungen und Vertreibungen ausgesetzt. Wir haben mit Bettina Müller, Referentin für Handels- und Investitionspolitik bei PowerShift, und mit Nikolaus Geiler von „Energiehunger? Nein danke!“ gesprochen, um mehr über die wirtschaftlichen Kalküle hinter dem quasi fertig verhandelten Abkommen zu erfahren - und über die Risiken für Menschen und Natur. Radiobeitrag anhören.

25.08.2019, WDR
Lithium - die Jagd nach dem "weißen Gold" in Bolivien
Ein Trauma für die Bolivianer: beim Abbau ihrer Bodenschätze, von Silber bis Zinn, gingen sie stets leer aus. Das soll sich ändern: Das wertvolle Lithium, Schlüsselrohstoff für Batterien, soll nun im eigenen Land verarbeitet werden - auch mit deutscher Unterstützung. In der Studie "Weniger Autos, mehr globale Gerechtigkeit" plädieren PowerShift, Misereor und Brot für die Welt dafür, die Anzahl der Autos und der zurückgelegten Autos drastisch zu reduzieren. Radiobeitrag anhören.

24.07.2019, Der Freitag, 30/19
Investitionen gegen die Zukunft
Mit Konzernklagerechten bremsen internationale Investoren progressive Bemühungen im Bereich der Energiewende und beim Klimawandel aus. Sie fordern "Schadensersatz" für eine Politik, die das Klima und die Umwelt retten soll. Bisher wehrten sich Investoren schon gegen Verbote von Ölbohrungen, Steuern für fossile Brennstoffe und Verbote von Ölpipelines. Die Sonderklagerechte von Investoren machen die Politik zur Geisel der Konzerne. Durch drohende Klagen wird der Gesetzgeber sich zweimal überlegen, ob er schärfere Klima- und Umweltregulierungen erlässt. Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises Joseph Stiglitz warnt vor „Prozessterror“, den Konzerne ausüben und mit dem sie Staaten zu einer Rücknahme von Regulierungen zwingen können. Weiterlesen.

18.06.2019, taz
340 NGOs gegen Brasilien-Pakt
Die EU soll das Abkommen mit dem südamerikanischem Mercosur platzen lassen. Der Grund: Das Treiben des rechtsextremen Präsidenten Bolsonaro. „Die EU muss jetzt Präsident Bolsonaro unbedingt die unmissverständliche Botschaft senden, dass sie sich Verhandlungen mit Brasilien über ein Handelsabkommen verweigert, wenn es nicht zu einem Ende der Menschenrechtsverletzungen, strengen Maßnahmen zur Beendigung weiterer Entwaldung und konkreten Verpflichtungen zur Umsetzung des Pariser Abkommens kommt“, heißt es in einem offenen Brief von 340 NGOs, den auch PowerShift mitträgt. Weiterlesen.

08.06.2019, Tagesschau.de, ARD
Das Gold, das Kriege bezahlt
Die Einfuhr von Rohstoffen aus Konfliktregionen nach Deutschland soll künftig strenger überwacht werden. Das sieht ein Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums vor.  Nichtregierungsorganisationen wie Germanwatch, Misereor oder Powershift kritisieren den Entwurf als zu kraftlos. Johanna Sydow von Germanwatch beispielsweise nennt ihn einen "Papiertiger": "Wenn wir nicht einmal wissen, wer überhaupt die Mineralien importiert, wie können wir dann nachfragen, wie die deutschen Unternehmen ihre ausländischen Zulieferer auswählen und überprüfen?" Weiterlesen.

05.06.2019, Neues Deutschland
Wenn es um Umweltpolitik geht, ist Deutschland ein Entwicklungsland
Nichtregierungsorganisationen fordern beim Abbau und Import von Rohstoffen Menschenrechte einzuhalten. Auch wenn es um den Import von mineralischen Rohstoffen geht, die zur Herstellung von Laptops, Fernsehern, Smartphones oder Elektroautos benötigt werden, gibt es Kritik an der Bundesregierung. Michael Reckordt ist Koordinator des Arbeitskreises Rohstoffe und Mitarbeiter der Berliner Nichtregierungsorganisation »PowerShift«. Er kritisiert, dass die Zivilgesellschaft bei der Rohstoffstrategie Deutschlands kaum mitreden kann, während die Wirtschaft den Ton angibt. Der Grund: die geschichtliche Entwicklung der Rohstoffpolitik. Link zum Artikel und Podcast.

03.06.2019, Die Story im Ersten, ARD
Kann das Elektroauto die Umwelt retten?
Elektroautos gelten als Klimaretter. Für die deutsche Autoindustrie ein Milliardenmarkt. Und Abgasgeplagte Kommunen hoffen mit Elektroautos drohenden Fahrverboten zu entgehen. Doch stimmt das? Eine Dokumentation der ARD zeigt auf, welche Rohstoffe im (E-)Auto stecken, wie bei deren Abbau die Umwelt zerstört und Menschenrechte verletzt werden. Das Fazit: "Einfach nur den Tank durch eine Batterie zu ersetzen, greift zu kurz". Die Automobilindustrie muss gesetzlich dazu gezwungen werden, ihre Lieferketten auf Menschenrechtsverletzungen zu überprüfen und diese abzustellen, sagt unsere Referentin Merle Groneweg in der ARD-Doku. Und hier lesen Sie unsere in der Sendung erwähnte Studie "Weniger Autos, mehr globale Gerechtigkeit".

Juni 2019, Umwelt aktuell
Das CETA-Gutachten des EuGH: "Gegenwind für Umweltschutz"
Das EuGH-Gutachten zu Konzernklagerechten in CETA überrascht politisch wenig. Der EuGH unterstützt damit die Agenda der EU-Kommission, die sich um eine Neugestaltung und Ausweitung von Konzernklagerechten bemüht. Schon jetzt werden dabei Regulierungen zum Schutz der Umwelt besonders stark angegriffen. CETA ist kein gutes Muster für zukünftige Handelsabkommen. Die Zeitschrift Umwelt aktuell kann unter folgendem Link bezogen werden: Hier.

Juni 2019, südlink - das Nord-Süd Magazin von inkota
Aufwind für Konzernklagen
Das CETA-Gutachten des EuGH ist ein Rückschlag für Umwelt und Menschenrechte. Das CETA-Abkommen zwischen der EU und Kanada enthält Konzernklagerechte. Der Europäische Gerichtshof hat diese Rechte Ende April für rechtens erklärt. Wenn die europäischen Mitgliedsstaaten dem CETA-Abkommen zustimmen, können kanadische Investoren in Europa mit Milliardenklagen drohen und umgekehrt europäische Investoren in Kanada. Die Südlink kann unter folgendem Link bezogen werden: Hier.

10.05.2019, taz
Da können Investoren nur jubeln
EuGH-Urteil zu Ceta: 6,1 Milliarden Euro Schadensersatz fordert Vattenfall vor einem internationalen Schiedsgericht von Deutschland. Der Atomausstieg habe die zukünftigen Gewinne des Konzerns zunichtegemacht, so das Argument des Energieversorgers. Das Handelsabkommen mit Kanada (Ceta) enthält ebensolche Klagerechte für Konzerne vor Schiedsgerichten. Der Europäische Gerichtshof hat sie Ende April für rechtens erklärt. Wenn die europäischen Mitgliedstaaten dem Abkommen zustimmen, dann könnten weitere Milliardenklagen nach dem Muster von Vattenfall folgen. Weiterlesen.

08.04.2019, Der Rabe Ralf
Weniger Autos, mehr soziale Gerechtigkeit
Berlin - In Berlin gibt es über 1,2 Millionen Autos. Die Zahl der Pkw wächst weiter, obwohl sie in Berlin durchschnittlich 154 Stunden pro Jahr im Stau und dichten Verkehr stehen, so lange wie in keiner anderen deutschen Stadt. Unter den Neuzulassungen sind immer mehr SUVs, also besonders große und klimaschädliche Fahrzeuge. Besser gesagt „Stehzeuge“, denn ein Auto steht im Schnitt 23 Stunden am Tag herum. PowerShift will nun den Einsatz für globale Gerechtigkeit mit lokalen Ansätzen für die Verkehrswende verknüpfen. Unterstützt vom EU-finanzierten Projekt „No Planet B“ haben wir zusammen mit dem BUND Berlin und anderen eine „Berliner Autorunde“ einberufen. Weiterlesen.

12.12.2018, Frankfurter Rundschau
Menschenrechte kommen unter die Räder
Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Autos – 56,5 Millionen Kraftfahrzeuge, davon 46,5 Millionen Pkw – müsse dazu „drastisch reduziert“ und der Vorrang des Autos in der Stadtplanung und bei der Finanzierung der Infrastruktur beendet werden. „Elektroautos mit Akkuspeicher sind zwar ökologisch die derzeit beste Option, um Verbrennungsmotoren zu ersetzen, aber auch sie verbrauchen endliche Rohstoffe in hohen Mengen“, sagte die Mitautorin der Studie, Merle Groneweg von Powershift. Weiterlesen.

11.12.2018, Inforadio rbb Berlin
Berlin und die Kohle / Nahaufnahme
Kattowitz - Gastgeber des laufenden Klimagipfels - ist berüchtigt als Kohlehochburg Europas. Der Dreck, den polnische Schlote in die Luft pusten, weht bis in unsere Region. Doch was bei aller Kritik aus der Bundeshauptstadt manchmal aus dem Blick gerät: Die Berliner haben selbst drei Kohlekraftwerke vor der eigenen Haustür - mitten in der Stadt. Ein viertes, das Heizkraftwerk Rummelsburg, ist erst vor anderthalb Jahren aus der Braunkohle ausgestiegen. Franziska Ritter und Kohleausstieg Berlin waren dabei.

18.10.2018, Radio Dreyeckland
Wie geht eine wirkliche Mobilitätswende? Was (Elektro-)Autos mit globaler Gerechtigkeit zu tun haben
Der Klimawandel verlangt die Abkehr vom Verbrennungsmotor. Doch sind Elektroautos eine vernünftige Alternative? Nein, so der Verein PowerShift, denn sie tragen ebenfalls zu einem rasanten Anstieg des Rohstoffverbrauchs bei - und damit zu einer Verschärfung globaler Ungerechtigkeit. Insbesondere Rohstoffe wie Kobalt oder Lithium, die für die Akkus der Elektroautos gebraucht werden, werden mit ökologisch und sozial fatalen Folgen abgebaut. Die rasant steigende Nachfrage verstärkt diese Effekte noch - und sie treffen einmal mehr den globalen Süden. Im Interview Merle Groneweg von PowerShift Anhören.

28.06.2018, Neues Deutschland
Kohleausstieg wird konkret
Zwischenergebnisse der Machbarkeitsstudie zum Stopp der Verbrennung von fossilen Energieträgern vorgestellt. Weiterlesen

25.06.2018, Rundbrief Bewegungsstiftung
Im Wettlauf gegen die Zeit: Wir müssen raus aus der Kohle!
"Wir vernetzen uns lokal, aktivieren die Stadtgesellschaft und versuchen, Druck auf die Politik und den Energieversorger auszuüben. Dabei ziehen wir rote Linien, bilden Menschenketten vor den Kohlekraftwerken in der Stadt und organisieren gemeinsam mit den Floßkollektiven der Stadt einmal im Jahr eine große Bootsdemo auf der Spree vor einem der Kraftwerke. Außerdem sorgen wir dafür, dass sich die Stadtbewohner*innen direkt gegen die Feinstaub- und Stickstoffschleudern in ihren Kiezen engagieren." Weiterlesen auf Seite 2.

27.05.2018, Klimareporter
Wasser-Proteste gegen die Kohle
"Mit etwa 50 Flößen, Kanus, Schlauch- und anderen Booten haben am Samstag rund einhundert Menschen für einen raschen Kohleausstieg in Berlin demonstriert, wie die Organisatoren mitteilten. Die Klimaaktivisten fuhren auf dem Wasser vom Berliner Nordhafen zum, das vor allem mit Steinkohle befeuert wird und die Stadtteile Moabit und Wedding mit Wärme und Strom versorgt. Die Demonstranten forderten mehr Anstrengungen des Senats für einen raschen Kohleausstieg und mehr Engagement der Bundesregierung im Klimaschutz." Weiterlesen.

26.05.2018, rbb
Ahoi Steinkohleaussteig
Umweltschützer demonstrierten bei strahlendem Sonnenschein für den schnellstmöglichen Ausstieg aus der klima- und gesundheitsschädlichen Energieerzeugung. Einen Twitter-Link zum rbb-Beitrag gibt es hier.

14.05.2018, Neues Deutschland
Zum Beispiel BASF - zwischen Verantwortung und Ignoranz!
"Diesen und der Frage, warum BASF sich auf der eigenen Homepage zum verantwortungsvollen Wirtschaften und zum UN Global Compact bekennt, gehen die Autoren des Sammelbandes nach. Darunter Rohstoffexperten wie Michael Reckordt von Powershift e.V. sowie María do Mar Castro Varela, die die Rede vom BASF-CEO analysiert." Weiterlesen

02.05.2018, Deutschlandfunk
"Schiedsgerichte sind ein hochgefährliches Instrument" - Diskussionen um TTIP light
Peter Fuchs im Gespräch mit Jule Reimer

"Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier setzt im Zollstreit der Europäischen Union mit den USA auf Gespräche. Trotzdem sei es eine schwierige Situation, sagte er heute Morgen im ARD-Morgenmagazin. "Deshalb müssen wir versuchen, zwischen den Europäern und den Amerikanern eine faire Verhandlungslösung hinzubekommen." Grundsätzlich gehe es ihm darum, im Rahmen von Verhandlungen Zölle zu senken. Zum Hintergrund: US-Präsident Donald Trump hatte ja gestern die Ausnahmeregelung für die EU von den US-Importzöllen auf Stahl und Aluminium um einen Monat verlängert. Im Raum steht jetzt ein Freihandelsabkommen, ein neues Freihandelsabkommen, TTIP light. Beim realen TTIP-Abkommen, was gescheitert war zwischen Europäern und den USA, war ja besonders umstritten die Regelung des Investitionsschutzgerichtes." Weiterlesen / Weiterhören

19.04.2018, EURACTIV
EU-Handelsabkommen mit Japan und Singapur auf der Zielgeraden
"Am gestrigen Mittwoch hat die EU-Kommission die Ergebnisse der Verhandlungen um Handelsverträge mit Japan und Singapur vorgelegt. Nun erhofft man sich in Brüssel eine rasche Ratifizierung. Doch die Kritik ist nicht verstummt. „Entgegen der Beteuerungen der EU-Kommission, dass man aus den Protesten gegen CETA und TTIP gelernt habe, wurde auch Jefta völlig intransparent verhandelt“, sagt beispielsweise Alessa Hartmann, Handelsreferentin bei PowerShift, einer deutschen Organisation, die schon an den Protesten gegen die Abkommen mit den USA und Kanada beteiligt war." Weiterlesen

19.12.2017, SWR / ORF
Das Massaker von Marikana. Südafrikanische Minenarbeiter auf der Suche nach Gerechtigkeit. Feature von Johannes Gelich
"Der Satz „Unsere Produkte sind in Ordnung“ ist blanker Hohn. Es sind zum Teil die Rohstoffpreise, die zumindest unter Verdacht stehen, manipuliert worden zu sein, dann die Rohstoffe und die Gewinnung dieser Rohstoffe selbst, sind nur möglich, weil die Löhne zu niedrig sind, die bezahlt werden, die Löhne vor Ort in Marikana zum Beispiel nicht ausreichen, um dort einen Mindestlebensstandard zu erhalten. Und dann gibt’s noch diese massiven Menschenrechtsverletzungen, ich will nicht sagen, da klebt Blut dran, weil das ein so häufig benutztes Wortspiel ist, dass es kaum auszuhalten ist, aber die Ungerechtigkeit, die mit dem Rohstoffabbau einher geht, ist auch nicht auszuhalten." Weiterlesen / Weiterhören

29.11.2017, Schorndorfer Nachrichten (print)
"Digitalisierung ist ein Rohstoff-Fresser"
"Die Industrie fordere deshalb den Abbau von Handelsbeschränkungen auf Rohstoffe und mehr Klagerechte für Unternehmen. Für Michael Reckordt ist das jedoch der gänzlich falsche Weg. PowerShift möchte stattdessen Unternehmen haftbar machen für die sozialen und ökologischen Folgen, die sie mitverursachen."

03.11.2017, euractiv.de (online)
"Jubiläum: Das Zoll- und Handelsabkommen GATT wird 70"
[Auszug:] Für Alessa Hartmann von der deutschen Nichtregierungsorganisation PowerShift liegt darin ein zentraler Grund für die zunehmende Bedeutungslosigkeit der Handelsorganisation: „Die WTO ist immer noch der rückwärtsgewandte Ort, an dem die Industriestaaten – auch die EU und ihre Mitgliedsstaaten – ihre Handelsvorteile wahren und ausbauen. Dies passiert zu Lasten der ärmeren Länder, die versuchen sich dagegen wehren“, sagte die Handelsexpertin im Gespräch mit EURACTIV. Weiterlesen ....

28.10.2017, Spielgel (print)
"Rohstoffe - Zu viele Schlupflöcher"
"Der Arbeitskreis Rohstoffe, ein Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen, kritisiert Teile der Verordnung. "Sie bietet zu viele Schlupflöcher", sagt der Arbeitskreis-Sprecher Michael Reckordt. So nehme Brüssel das arbeitende Gewerbe aus der Pflicht, etwa die Elektro- und die Autoindustrie."

27.10.2017, WirtschaftsWoche (print und online)
"Das dunkle Geheimnis der Autoindustrie"
[zum UN-Treaty Prozess:] "Die EU und Deutschland haben den Prozess bislang eher torpediert", sagt Michael Reckordt vom Arbeitskreis Rohstoffe, einem Zusammenschluss politischer Organisationen. [...] "Deutschland aber hat eine besondere Rolle: Die Regelung muss aus den Ländern kommen, in denen die multinationalen Konzerne zu Hause sind." Reckordt glaubt, dass das noch Jahre brauchen wird. Weiterlesen ...

19.10.2017, bizz energy.com (online)
"Konfliktmineralien: Bundeswirtschaftsministerium bereitet Gesetz vor"
"Kritik von Nichtregierungsorganisationen: Für die Umsetzung in Deutschland werde die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover zuständig sein, sagt der Rohstoffexperte der Bundesregierung, Thomas Gäckle, auf einer Fachveranstaltung im Rahmen der „Alternativen Rohstoffwoche“ bei der Heinrich-Böll-Stiftung." Weiterlesen ...

18.10.2017, neues deutschland (print und online)
"Für eine andere Rohstoffpolitik"

"Die Rohstoffpolitik müsse »grundsätzlich reformiert« werden, fordert ein breites Bündnis von Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, die sich im »Arbeitskreis Rohstoffe« zusammengeschlossen haben. Im Rahmen der dritten »Alternativen Rohstoffwoche«, die am Montag begann, ..." Weiterlesen ...

11.10.2017, Frankfurter Rundschau (print und online)
"Ökologischer Fußabdruck - Ressourcenfluch 4.0"
"Die Nichtregierungsorganisation Power Shift zeigt in einer Studie detailliert auf, wie die Industrie 4.0 schon bald zum Ressourcenfluch 4.0 werden könnte. Bei der Herstellung elektronischer Geräte werden nicht nur „seltene Erden“ verbraucht – generell wird die erwartete „Dematerialisierung“ schon jetzt von energieintensiven Materialschlachten flankiert.." Weiterlesen ...

03.07.2017, Deutschlandradio (Radio und Podcast)
"EU-Japan-Freihandelsabkommen: In JEFTA fehlt es an konkreten bindenden Verpflichtungen"
Die EU will mit Japan das Freihandelsabkommen JEFTA abschließen. Doch es gibt Kritik: So fehlten etwa bindende Abmachungen zur Umwelt, nachhaltiger Entwicklung und Arbeitsrecht, bemängelte Alessa Hartmann von der Organisation PowerShift im Dlf. Derzeit sei JEFTA auch für den Verbraucher nicht vorteilhaft. Weiterlesen. Der Podcast kann auch hier heruntergeladen werden.

08.06.2017, Deutschlandradio (Radio und Podcast)
"Konfliktmineralien "Die Verordnung hat noch erhebliche Schlupflöcher""
"Michael Reckordt vom Arbeitskreis Rohstoffe plädiert dafür, die Regeln schnellstmöglich nachzubessern. So müssten Verstöße auf jeden Fall sanktionierbar sein, sagte er im Dlf." Weiterlesen ...

08.06.2017, Taz (print und online)
"Verarbeitung von Rohstoffen - Schleichwege fürs Blutgold"
"Michael Reckordt von der Entwicklungsorganisation Powershift sieht das ähnlich: „Viele Unternehmen werden ihrer Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette nicht nachkommen“, befürchtet er. Weder die Bundesregierung noch die EU habe Ideen, wie man verhindern könne, dass Kleinschürfer in den betroffenen Ländern verdrängt werden." Weiterlesen ...

05.05.2017, Hufftingon Post (online)
"Die dunkle Seite der Digitalisierung: Wie der technische Fortschritt der Umwelt schadet"
"Laut einer Untersuchung der deutschen NGO Powershift wird die Industrie 4.0, also der technische Wandel, mehr Rohstoffe und Energien verschlingen, als oft angenommen wird." Weiterlesen ...

02./03.05.2017, Reutlinger General-Anzeiger, Badische Zeitung und Pforzheimer Zeitung (online)
"Was getan wird, damit am Gold kein Blut klebt" / "Damit am goldenen Trauring kein Blut klebt" / "Damit am Gold kein Blut klebt"
"Der Rohstoffexperte des Vereins PowerShift, Michael Reckordt, sieht in der EU-Verordnung nur einen ersten Schritt. Die verarbeitende Industrie sei aber von den Sorgfaltspflichten ausgenommen und die EU habe mit den recht hohen Schwellenwerten Schlupflöcher geschaffen, kritisiert er." Weiterlesen im Reutlinger General-Anzeiger, der Badischen Zeitung oder der Pforzheimer Zeitung

02.05.2017 Wirtschafts Woche (online und print)
"EU-Verordnung - Damit am Gold kein Blut klebt"
"Der Rohstoffexperte des Vereins PowerShift, Michael Reckordt, sieht in der EU-Verordnung nur einen ersten Schritt. Die verarbeitende Industrie sei aber von den Sorgfaltspflichten ausgenommen und die EU habe mit den recht hohen Schwellenwerten Schlupflöcher geschaffen, kritisiert er." Weiterlesen ...

22.04.2017, neues deutschland (print und online)
"Unternehmen zur Verantwortung zwingen - Neue Studie fördert Menschenrechtsverletzungen beim Nickelabbau zutage und fordert Konsequenzen"
"Beim Abbau wertvoller Ressourcen wie Nickel kommt es in Ländern wie den Philippinen zu schweren Menschenrechtsverletzungen. Dies belegt eine Studie, die das Kölner Philippinenbüro am Donnerstag zusammen mit der handels- und energiepolitischen Organisation Powershift herausgegeben hat." Weiterlesen ...

21.03.2017, Taz (print und online)
"Und jetzt kommt "Jefta""
"Im konsolidierten Text des entsprechenden Kapitels im EU-Japan-Abkommen von Februar 2017 findet sich solche Einschränkung hingegen nicht. „Die geplante regulatorische Zusammenarbeit in dem Abkommen mit Japan ist noch schlimmer als in Ceta“, folgert Alessa Hartmann von der freihandelskritischen Organisation Powershift, die den Text bereits analysiert hat." Weiterlesen ...

20.03.2017, Taz (print und online)

"Regelung des Tiefseebergbaus: Eingeschränkte Jagd auf Rohstoffe"
"Michael Reckordt, Koordinator des Netzwerks „Arbeitskreis Rohstoffe“, weist auf ein anderes Problem des Tiefseebergbaus hin: „NGOs haben keine ­U-Boote. Das heißt, ein Monitoring wird den Staaten überlassen, die schon an Land häufig überfordert sind." Denn oft seien es Journalist*innen oder die Zivilgesellschaft, die Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen beim Rohstoffabbau an Land dokumentierten. „Tiefseebergbau ist der völlig falsche Schritt“, so Reckordt. Weiterlesen ...

20.03.2017, radioWelt Bayern 2 (on air)
"Magazin am morgen"
"Gespräch mit Michael Reckordt, Diplom-Geograph bei PowerShift e.V., zur intransparenten Rohstoffpolitik" Weiterlesen ...

16.03.2017, Deutschland Radio Wissen (online und on air)
"EU-Verordnung zu Konfliktmineralien - Blutige Rohstoffe"
"In unseren Laptops und Smartphones stecken Mineralien. Mit dem Abbau und Verkauf werden teils Konflikte und damit das Morden finanziert. Das EU-Parlament stimmt über eine neue Verordnung ab - doch Kritiker wollen mehr. Zu ihnen gehört Michael Reckordt, Rohstoffexperte der NGO Power Shift." Weiterlesen ...

24.02.2017, Enorm Magazin (print und online)
"Fortschritt frisst Ressourcen"
"Mehr Wachstum und gleichzeitig mehr Umweltschutz: Was verheißungsvoll klingt, sei an der Realität vorbei, bemängelt Powershift aus Berlin. In ihrer Studie „Ressourcenfluch 4.0“ hat die NGO diverse Prognosen der Industrie ausgewertet – und kommt zum gegenteiligen Schluss: Danach werden Industrie 4.0 und Digitalisierung weit mehr Rohstoffe und Energie verbrauchen als bisher – und das hat Folgen: Der neue Rohstoffhunger erhöhe den Druck auf Lagerstätten in ökologisch hoch sensiblen Gebieten in der Tiefsee, der Arktis oder in entlegenen Regenwäldern." Weiterlesen ...

01.02.2017, Süddeutsche Zeitung (online)
"Die Unternehmen entziehen sich jeglicher Gerichtsbarkeit"
"Wir haben ironischerweise Schiedsgerichte, vor denen Unternehmen Staaten verklagen können. Aber wir haben keine Mechanismen, mit denen Opfer von Menschenrechtsverletzungen international Unternehmen verklagen können. Sobald die Unternehmen sich aus dem jeweiligen Land zurückziehen, entziehen sie sich nahezu jeglicher Gerichtsbarkeit." Weiterlesen ...

18.11.2016, Frankfurter Rundschau (print)
Rohstoffe für den Krieg - Entwicklungsorganisationen kritisieren geplante EU-Verordnung zu Konfliktmineralien
„Bislang allerdings erkennen sie da eher eine skandalöse Passivität, so Mcihael Reckordt, Koordinator des Arbeitskreises Rohstoffe deutscher Nichtregierungsorganisationen. Nach der grundsätzlichen Einigung auf eine Konfliktrohstoffe-Verordnung im Juni dieses Jahres sehe die Bundesregierung aber nun offenbar tatenlos zu, "wie ihre bisherigen Bemühungen für die Menschenrechte durch den Einbau riesengroßer Schlupflöcher ausgehebelt werden".

31.10.2016, Taz (print und online)
Rohstoffe fördern Aufrüstung - Blutgold vom Zahnarzt
„Es droht, dass die gesamte Verordnung an einem entscheidenden Punkt ausgehöhlt wird“, fürchtet Michael Reckordt vom Menschenrechtsverein PowerShift. Denn die Schwellenwerte seien zu hoch, ab wann die Rohstoffimporteure eine Berichts- und Kontrollpflicht trifft.Weiterlesen ...

27.10.2016, Frankfurter Rundschau (print und online)
Rohstoffe: Alles andere als Gold
Nichtregierungsorganisationen wie Powershift hatten die deutsch-mongolische Rohstoffpartnerschaft bereits zu Beginn kritisiert, weil sie einseitig auf den Zugang der deutschen Industrie zu Rohstoffen ausgerichtet sei, während die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards darin nicht vorgeschrieben werde. Weiterlesen ...

14.09.2016, Neues Deutschland (print und online)
Internationales Bündnis warnt vor CETA
Berlin. Ein Bündnis europäischer und kanadischer Organisationen warnt vor dem geplanten europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen CETA. Die umstrittenen Klagerechte ausländischer Konzerne seien kaum eingeschränkt, auch eine Klimapolitik im Sinne des Weltklimavertrags werde gefährdet, hieß es am Dienstag. Weiterlesen ...

14.09.2016, JungeWelt (online)
Mit CETA droht Dumping
Nur wenige Details sind der Öffentlichkeit bisher über das CETA bekannt. Das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada wird von Lobbyisten hinter verschlossenen Türen vorbereitet. Vor den Risiken warnten verschiedene Verbraucherschutzorganisationen bei der Vorstellung einer Analyse des geplanten Vertrags am Dienstag in Berlin .Weiterlesen ...

13.09.2016, klimaretter.info (online)
NGOs fordern Stop bei Ceta
Das geplante Freihandelsabkommen Ceta zwischen Kanada und der EU gefährdet das Gemeinwohl auf beiden Seiten des Atlantiks. Davon sind europäische und kanadische Nichtregierungsorganisationen überzeugt. Das Bündnis aus Umwelt- und Verbraucherschützern sowie Globalisierungskritikern, darunter der BUND, Attac und Powershift, stellte am heutigen Dienstag eine Studie vor, in der die Folgen des Abkommens prognostiziert werden. Weiterlesen ...

13.09.2016, Evangelisch.de (online)
Studie: Ceta gefährdet Klimaschutz und nachhaltige Landwirtschaft
Ein Bündnis europäischer und kanadischer Organisationen warnt mit einer Studie vor dem europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta. Die umstrittenen Klagerechte ausländischer Konzerne seien kaum eingeschränkt und auch eine Klimapolitik im Sinne des Pariser Weltklimavertrags werde gefährdet, erklärten die Organisationen am Dienstag in Berlin. Herausgeber der Studie sind unter anderem der Bund für Umwelt und Natur Deutschland (BUND), PowerShift sowie die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Entwicklung.Weiterlesen...

13.09.2016, Deutschlandfunk (online, Radio)
Kritik an Ceta reißt nicht ab
Der finale Textentwurf für das Freihandelsabkommen Ceta zwischen der EU und Kanada liegt vor. Die Kritik von Umweltgruppen bleibt - etwa am Investitionsschutz. Sie befürchten sogar, dass US-Unternehmen Zugriff auf den in Ceta verankerten Investoren-Klagemechanismus bekommen - und TTIP damit gar nicht brauchen. Weiterlesen und weiterhören...

14.07.2016, Frankfurter Rundschau (online, print)
Mongolei - Der Fluch des Goldes
Auch Angela Merkel wird zum ASEM anreisen, Deutschland hat seit 2011 eine Rohstoffpartnerschaft mit der Mongolei. NGO wie Powershift kritisieren das Abkommen: weil es auf den Zugang der deutschen Industrie zu Rohstoffen ausgerichtet ist, Umweltstandards und Menschenrechte aber darin keine Rolle spielen, berge es die Gefahr, den Bergbau voranzutreiben und damit Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung. Weiterlesen ...

04.07.2016, TAZ (online, print)
Rohstoffe in nachhaltigem Smartphone - Immerhin fast fair
„Es ist ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung, wenn vier der in einem Smart­pho­ne ver­wen­de­ten Roh­stof­fe kon­flikt­frei sind“, sagt Micha­el Reck­ordt, Roh­stoff­ex­per­te beim Ver­ein Powers­hift. Doch „kon­flikt­frei heißt nur, dass der Abbau oder Han­del kei­nen blu­ti­gen Kon­flikt fi­nan­ziert, und lei­der noch lange nicht, dass kei­ner­lei Men­schen­rech­te mehr ver­letzt wer­den oder dass die Um­welt so wenig wie mög­lich be­ein­träch­tigt wird“. Es sei daher noch ein lan­ger Weg zum wirk­lich fai­ren Te­le­fon. Weiterlesen ...

17.06.2016, Radio Dreyeckland (live und im blog)
Beim Computerkauf mordende Paramilitärs mitfinanzieren? Neue EU-Richtlinien zu Konfliktmineralien gehen nicht weit genug
Die EU-Kommission, das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten haben sich am Mittwoch nach einjährigen Verhandlungen auf die Leitlinien einer Verordnung geeinigt, die den Handel mit den sogenannten Konfliktmineralien regulieren soll. Ein Schritt in die richtige Richtung, aber bei weitem nicht genug, meinen 130 Nicht-Regierungs-Organisationen. Selbst die in der TTIP-Debatte oft für lasche Regelungen gescholtenen USA waren hier schneller und konsequenter, berichtet Michael Reckordt, Koordinator des AK Rohstoffe. Weiterlesen / Hören ...

15.06.2016, TAZ (online, print)
Konfliktmineralien: „Die EU entlässt die Unternehmen aus der Verantwortung“
Das EU-Par­la­ment, die Or­ga­ni­sa­ti­on für Ent­wick­lung und Zu­sam­men­ar­beit, die UN – alle sagen, dass die Un­ter­neh­men ent­lang der gan­zen Lie­fer­ket­te ver­ant­wort­lich zu ma­chen sind. Die EU ver­passt es hier, ein ein­deu­ti­ges Si­gnal aus­zu­sen­den. Viele Un­ter­neh­men, die die Roh­stof­fe be­nut­zen, wer­den so nicht zur Ver­ant­wor­tung ge­zo­gen. Weiterlesen ...

18.05.2016, ZEIT und ZEIT ONLINE
TTIP: Bundesregierung trickst bei Schiedsgerichten
"Es ist ein Skandal: Ob in TTIP, Ceta oder nun auch innerhalb der EU – immer wieder drängt die Bundesregierung auf Sonderrechte für ausländische Investoren", sagt Peter Fuchs von Powershift, einer Organisation, die die gegenwärtige globale Handelspolitik kritisch beobachtet. Fuchs fordert die sofortige, ersatzlose Kündigung dieser Verträge. Genau dafür hatte auch die EU-Kommission in den vergangenen Monaten bei den Regierungen geworben. (Der vollständige Artikel kann hier bei ZEIT ONLINE eingesehen werden).

09.03.2016, Aachener Nachrichten (nur print)
Die dunkle Seite der extrem wertvollen Bodenschätze
Freiwillige Regelungen sind für Reckordt keine Option. "Die OECD-Standards gibt es seit fünf Jahren Die Industrie hätte längst aktiv werden können. Dies ist nicht geschehen". Deshalb fordert er - wie viele Hilfsorganisationen, aber auch die Fraktionen der Grünen und der Linken im Bundestag - eine verbindliche Regulierung, die die gesamte Lieferkette von der Mine bis zum Endprodukt abdeckt.

16.02.2016, Frankfurter Rundschau (online, print: 17.02.2016)
Der moderne Kolonialismus
Wie ungleich Kosten und Nutzen verteilt sind und wie aggressiv sich die EU mit Investitions-- und Freihandelsabkommen den globalen Zugang zu Rohstoffen sichert, das zeigt die Untersuchung „Alles für uns!? Der globale Einfluss der europäischen Handels- und Investitionspolitik auf die Rohstoffausbeutung“, die die Geographin Nicola Jaeger für Powershift angefertigt hat. weiterlesen ...

02.02.2016, Taz
Kontrolle: Es geht ums Gold
Auch die entwicklungspolitischen NGOs in Deutschland kritisieren die Positionen von Rat und Kommission: Michael Reckordt von der NGO PowerShift: „China setzt seit 2015 den wegweisenden OECD-Standard zu Sorgfaltspflichten entlang der gesamten Lieferkette um, es wäre ein Armutszeugnis für die EU, würde ihre Verordnung dahinter zurückfallen.“ weiterlesen ...

21.01.2016, All Electronics
Konfliktmaterialien – heikle Rohstoffe für Kondensatoren und andere Bauelemente
"Darin sieht Power Shift, Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- und Weltwirtschaft e.V., eine große Gefahr [...]: „Im Kongo sind viele Kleinschmelzer und Kleinschürferinnen im Abbau tätig“, erklärte Michael Reckordt, Koordinator des AK Rohstoffe bei Power Shift, dem Deutschlandfunk. „Das heißt, wenn man da anfängt, einen Boykott gegen das Land auszurufen, würde das Land umgangen und die Leute würden ihre Jobs verlieren und damit ihre Lebensgrundlage; das ist so ein bisschen die Herausforderung, warum man da sehr sensibel sein sollte.“ weiterlesen ...

2016, Caspar Dohmen, Eichborn Verlag
Profitgier ohne Grenzen

"Trotzdem sind die Gewerkschaften mit ihren Abermillionen Mitgliedern keinesfalls die Hauptarchitekten des Widerstands gegen Freihandelsabkommen, sondern diverse NGOs, große wie Friends of the Earth, BUND, Greenpeace oder Brot für die Welt, aber auch winzige und den meisten Bürgern völlig unbekannte NGOs wie Powershift oder CEO."
(Seite 212, siehe auch S. 214 ff.)

02.12.2015, TAZ
Bericht über Rohstoffimporte - Die Nachfrage sinkt
„Wir beobachten seit geraumer Zeit bei fast allen Rohstoffen einen zunehmenden Preisverfall, vor allem bei Kupfer und Gold“, sagt Michael Reckrodt [sic!], Koordinator des Arbeitskreises Rohstoffe. [...] Was eine gute Nachricht für die deutsche Wirtschaft ist, führt aber dort, wo Rohstoffe abgebaut werden, zu massiven Probleme – vor allem in Ländern des globalen Südens. „Bei sinkenden Weltmarktpreisen geraten die Bergbauunternehmen unter Druck und senken Sozial- und Umweltstandards“, sagt Reckrodt [sic!]. weiterlesen

10.11.2015, Deutschlandfunk
"Handel mit Konfliktmineralien verbindlich regulieren"
In vielen Alltagsgegenständen stecken Tantal, Wolfram, Zinn und Gold. In der Republik Kongo, aber nicht nur dort, hält das Geschäft mit diesen Rohstoffen den Kampf rivalisierender Gruppen in Gang. Eine freiwillige Selbstzertifizierung von Unternehmen reiche nicht aus, sagte Michael Reckordt vom Netzwerk Arbeitskreis Rohstoffe im DLF. weiterlesen

19.10.2015, Neues Deutschland
Unternehmen müssen Lieferkette offenlegen
In der EU wird darüber diskutiert, ob Unternehmen künftig berichten müssen, wo die von ihnen genutzten Rohstoffe herkommen. Transparenzpflichten sollen unter anderem helfen, dass keine Konfliktmineralien, mit denen sich Bürgerkriegsarmeen finanzieren, mehr in Umlauf kommen. weiterlesen ...

24.11.2014, Deutschlandfunk
Umstrittener Umgang - Rohstoffe aus Konfliktgebieten
Die geplante EU Verordnung soll das nun verhindern. Für Michael Reckordt von Power Shift - Verein für eine ökologisch - solidarische Energie und Weltwirtschaft, geht der Entwurf in dieser Hinsicht aber nicht weit genug. weiterlesen...

31.10.2014, Deutschlandfunk
Warum es keine fairen Handys gibt
Michael Reckordt von Powershift geht der Entwurf der Europäer allerdings nicht weit genug: "Zum einen darf es nicht freiwillig sein, sondern muss verpflichtend werden, dass die Unternehmen berichten und die gebotene Sorgfaltspflicht durchführen. Das Zweite wäre sicherlich, dass es nicht nur auf die Rohstoffe Gold, Tantal, Zinn und Wolfram beschränkt sein sollte. Auch bei anderen Rohstoffen - Kupfer, Nickel und anderen - gibt es durchaus Menschenrechtskonflikte oder Konfliktfinanzierung." weiterlesen...

25.09.2014, Frankfurter Rundschau
Regeln für Fracking aufgeweicht
Die Organisation PowerShift findet dies insbesondere problematisch, weil Fracking sowie die Verpressung von giftigem Lagerstättenwasser auch in der Nähe von öffentlichen Wasserentnahmestellen und von Produktionsstandorten von Lebensmitteln unter Auflagen erlaubt sein soll. weiterlesen...

28.08.2014, Süddeutsche Zeitung
Dunkle Energie aus Kolumbien - Umstrittene RWE-Geschäfte
Weil in Südamerika Menschen für Kohle ermordet werden, bekam der deutsche Konzern RWE mal kurz ein schlechtes Gewissen. Jetzt setzt er aber wohl doch wieder auf eine Firma, die Kontakte zu brutalen Paramilitärs unterhält. weiterlesen...

26.08.2014, 3sat
Das schmutzige Geschäft mit der Kohle
Mit dem Atom-Ausstieg Deutschlands steigt der Bedarf an Steinkohle. Doch die letzten deutschen Zechen machen 2018 dicht. Woher kommt dann die Kohle, die in Deutschland verfeuert wird? weiterlesen...

14.08.2014, tagesschau
Auf dem Weg in die Paralleljustiz - Freihandelsabkommen mit Kanada
Im Schatten des Freihandelsabkommens TTIP zwischen der EU und den USA steht eine ähnliche Vereinbarung mit Kanada vor dem Abschluss - CETA. Der Vertragstext zeigt: Auch dieses Abkommen könnte Regierungen den Klagen privater Investoren aussetzen. weiterlesen...

17.07.2014, Neues Deutschland
Neuer Vertrag über Rohstoffpartnerschaft
Ohnehin sehen deutsche Nichtregierungsorganisationen, die im Arbeitskreis Rohstoffe zusammengeschlossen sind, die Gefahr, dass die Rohstoffpartnerschaften existierende Konflikte bei Bergbauaktivitäten noch vertiefen [...]. weiterlesen...

07.06.2014, Allgemeine Zeitung
40. Open-Ohr-Festival in Mainz - Eröffnungspodium am Drususstein - "Kriege in der Zukunft"
Applaus erntet allerdings nur der Publikumsbeitrag: "Der Kapitalismus schürt mit rücksichtsloser Gewalt Konflikte um Rohstoffe, und wir alle geraten - aus Angst vor Arbeitsplatzverlust - hinein in die ,wohlstandschauvinistische Komplizenschaft'". weiterlesen...

21.03.2014, The Nation (USA)
Europe Goes Soft on Conflict Minerals, Making Human Rights Optional
The European Union’s new plan for restricting conflict minerals in global trade starts with good intentions, but basically ends there. The European Commission’s draft legislation, slated for implementation in 2015, aims to designate “responsible importers” that voluntarily keep their supply chains free of materials used to finance armed conflict, primarily sourced from the Democratic Republic of Congo, Angola and South Sudan. weiterlesen...

05.03.2014, TAZ
Kein Gold von Bürgerkriegern
Bereits auf UN-Ebene verankerte freiwillige Ansätze hätten keine Veränderungen bewirkt. Darüber hinaus sollte sich eine Regelung der EU nicht nur auf Importeure und auf mehr als vier Rohstoffe beziehen. weiterlesen...

26.02.2014, Tagesspiegel
Rohstoffstrategie: Wenn das iPhone Kriege finanziert
Kritiker wie Vogt und Reckordt fordern deshalb mehr Verantwortung von deutscher Seite. Die Regierung müsse die Rohstoffstrategie stärker als Querschnittaufgabe angehen, indem sie beispielsweise die Entwicklungspolitik mehr einbinde, fordert Vogt. Reckordt hält einen wachsenden politischen Druck auf die Unternehmen, die Rohstoffe aus Krisengebieten beziehen, für notwendig. weiterlesen...

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