Bergbau in Peru – Río Rímac und Limas Trinkwasser in Gefahr
Die steigende Nachfrage nach kritischen Rohstoffen wie Kupfer führt auch in Lateinamerika zu einer Ausweitung und Intensivierung von Bergbauaktivitäten. Dies ist in Peru deutlich zu erkennen an der Realisierung neuer Mega-Bergbauvorhaben internationaler Konzerne und einer investitionsfreundlichen Politik, die den Sektor zunehmend mehr dereguliert. Auf der anderen Seite intensivieren sich dadurch entstehende Folgen wie Wasserverschmutzung (z.B. durch Schwermetalle wie Arsen im Trinkwasser), Repressionen von Umweltaktivist:innen und schweren Menschenrechtsverletzungen, etc.
Zu Gast sind zwei Vertreter:innen unserer peruanischen Partnerorganisationen. Sie werden die Problematik vor Ort am Beispiel des Río Rímac (Haupttrinkwasserzufluss für die 10-Millionen-Metropole Lima) erläutern und bringen dazu den 25-minütigen Dokumentarfilm „Bergbau: Bedrohung für Limas Flüsse“ und aktuelle Studien zur Thematik mit. Mit ihnen diskutieren wir die Handlungsstrategien vor Ort. Dazu zählen z.B. gerichtliche Klagen in Peru gegen geplante Bergbauvorhaben (Ariana), gemeindebasiertes Umweltmonitoring, Öffentlichkeitsarbeit sowie internationale Beschwerdeverfahren. Mit Vertreter:innen von Powershift e.V. und der Heinrich-Böll-Stiftung stellen wir den Bezug zum Thema Wasserressourcen und öffentlicher Beteiligung in der Rohstoffpolitik der EU her und werfen einen Blick auf die Möglichkeiten des kommunalen Wasser-Monitorings im internationalen Kontext.
Referent:innen:
Paul Maquet (CooperAcción, Peru)
Edwin Alejandro Berrospi (Red Muqui, Peru)
Maja Wilke (PowerShift e.V.)
Johanna Sydow (Heinrich-Böll-Stiftung)
Veranstalterin: Kampagne Bergbau Peru – Reichtum geht, Armut bleibt
Kooperationspartner: Misereor, PowerShift e.V., Heinrich-Böll-Stiftung
Die Veranstaltung wird in Spanisch/Deutsch stattfinden (mit Übersetzung).





