Senegal in der Klimakrise
Versalzung und Verlust von Land und Ortschaften, weil der Meeresspiegel steigt. Dürren und Überschwemmungen, weil Regen anders fällt, und daraus folgende Ernteverluste: Senegal leidet massiv unter der Klimakrise. Beigetragen dazu hat das Land aber kaum. Angesichts der Staatsschuldenkrise fehlen Senegal die Mittel, um sich gegen die Bedrohungen zu wappnen und Maßnahmen zu ergreifen, um mit der Klimakrise und ihren Folgen umzugehen – ganz abgesehen davon, in eine bessere Energieversorgung für die Bevölkerung zu investieren.
Erdgasförderung oder gerechte Energiewende?
Vor gut zehn Jahren wurden vor der senegalesischen Küste große Erdgasvorkommen gefunden. Trotz Protesten von Fischereigemeinden und Klimaschützer*innen wurden die Vorkommen erschlossen – von internationalen Konzernen, die auch den Löwenanteil der Gewinne einstreichen. Den Fischern gehen wichtige Fischgründe verloren, die Emissionen heizen die Klimakrise weiter an. Um die Energiewende in Senegal zu unterstützen, verkündeten die G7 im Jahr 2023, dass sie mit Senegal eine so genannte Just Energy Transition Partnership (JETP) abschließen würden. Diese Partnerschaft solle es Senegal ermöglichen, eine erneuerbare Energieinfrastruktur aufzubauen, statt in fossile Infrastruktur zu investieren. Davon ist drei Jahre später kaum noch etwas zu spüren – stattdessen vermarktet der senegalesische Präsident Diomaye Faye aggressiv noch unerschlossene Öl- und Gasvorkommen seines Landes in der Hoffnung, damit die Energieversorgung im Land verbessern zu können.
Klimareparationen als mögliche Antwort
Wie kann Senegal aus dieser Situation herauskommen? Wie kann eine gerechte Energiewende im Land vorangetrieben werden, die auch den ärmeren Bevölkerungsschichten aus der Energiearmut heraushilft? Was muss insgesamt getan werden, um die internationale Ungerechtigkeit in der Verteilung von Kosten und Verlusten infolge der Klimakrise zu überwinden? Welche Rolle können hier Klimareparationen spielen?
Es diskutieren
Diese und weitere Fragen wollen wir in einem Webinar mit Dr. Mamadou Ndong Touré (Practical Action) und Kai Kuhnhenn (Konzeptwerk Neue Ökonomie) diskutieren, moderiert von Neelke Wagner (PowerShift). Das Webinar findet mit Simultan-Übersetzung deutsch-französisch statt.
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Das Webinar wird organisiert von PowerShift und der Rosa-Luxemburg Stiftung Berlin und Dakar.
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