Anmeldung unter: lisa.bruckmann@power-shift.de
Indien auf der wirtschaftspolitischen Agenda
Indien rückt auf der wirtschaftspolitischen Agenda Berlins, Deutschlands und der Europäischen Union immer weiter nach oben. Der Berliner Senat hat Indien im Internationalisierungskonzept für die Berliner Wirtschaft 2025–2027 als Fokusregion benannt. Anfang 2026 verkündeten die EU und Indien den politischen Abschluss ihres Freihandelsabkommens. Bundesregierung und Bundesländer flankieren die europäische Handelspolitik mit eigenen Initiativen. Auch der AsiaBerlin Summit 2026 im November setzt einen Schwerpunkt auf die wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit mit Indien.
Doch was bedeutet diese engere wirtschaftliche Kooperation aus entwicklungspolitischer Perspektive? Wer profitiert von neuen Handels- und Investitionsmöglichkeiten – und wer trägt mögliche soziale und ökologische Kosten? Welche Auswirkungen hat die Zusammenarbeit auf Beschäftigte, bäuerliche Produzent*innen, Menschenrechte, Klima und Umwelt? Und wie können wirtschaftliche Beziehungen so gestaltet werden, dass sie zu einer sozial und ökologisch gerechten Entwicklung beitragen?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer Informations- und Diskussionsveranstaltung. Gemeinsam mit Expert*innen und Stimmen aus Indien wollen wir die wirtschaftspolitischen Strategien Berlins und der EU kritisch beleuchten und Perspektiven sichtbar machen, die in der bisherigen Debatte häufig zu kurz kommen.
Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung, entwicklungspolitische und zivilgesellschaftliche Organisationen, Gewerkschaften, Wissenschaft und Wirtschaft sowie an alle, die sich für die zukünftige Gestaltung der Beziehungen zwischen Indien, Berlin und der Europäischen Union interessieren.
Programm
15:00 Uhr Begrüßung und Einführung: Berliner Indienstrategie und Brüsseler Freihandelsabkommen aus entwicklungspolitischer Perspektive
Alessa Hartmann (PowerShift)
15:15 Uhr: Keynote:
Indien: Wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsrechte im Autoritarismus
Prof. Dr. Ravi Ahuja (Centre for Modern Indian Studies, Georg-August-Universität Göttingen)
16: Uhr: Elevator-Speeches
Was bedeuten Indienstrategie und Freihandelsabkommen in verschiedenen Bereichen:
1) Lieferketten: Durchsetzung von Arbeitsrechten in der Textil- und Bekleidungsindustrie Indiens und seiner Nachbarländer, NN
2) Kampf um Gleichberechtigung und Ernährungssouveränität, Sina Rauch (ASW)
3) Selbstorganisation indischer Rider bei Berliner Lieferdiensten, Aju Gevarghese John (Anwalt, Aktivist, Podcaster, Delivery Charge)
4) Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: deutsch-indische Klimakooperation, Thomas Fritz (PowerShift)
16:15 Uhr: Parallele Kleingruppen zu den vier Themenschwerpunkten der Elevator Speeches
17:15 Uhr: Pause
17:30 Uhr: Kurzpräsentation der Kleingruppendiskussionen und Debatte
18:00 Uhr: Abschlusspanel
Wie können die Wirtschaftsbeziehungen zu Indien partizipativ und gerecht gestaltet werden?
Guillaume Durand, Trade Officer im Politischen Team der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin
Tamara Lüdke, SPD, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
19:30 Uhr: Ausklang bei fairen Snacks und Getränken
Gefördert durch
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