Vortrag von Nnimmo Bassey zu Erdöl in Nigeria

Wie lebt es sich in der Öl-Katastrophe Nigerias?

Seit Jahrzehnten fördert Shell im Nigerdelta Erdöl – mit katastrophalen Folgen für die Menschen und die Umwelt: das Trinkwasser ist durch Erdöl vergiftet, Felder und Flüsse sind verseucht. Es ist eine der gravierendsten Umweltkatastrophen unserer Zeit. Die Verantwortung dafür liegt bei Shell und bei Nigerias Regierung.

NEU_fürAKR_HomepageNnimmo Bassey, Träger des Alternativen Nobelpreises und Vorstandsmitglied von Friends of the Earth Nigeria, berichtet für uns aus Nigeria. Wiederholt stellte er bei seinen Besuchen im Nigerdelta fest: Viele von Shell zugesagten Säuberungsmaßnahmen werden nicht umgesetzt. Bassey beschreibt: „Dass du in Ogoniland bist, merkst du am beißenden Geruch, der hämmernde Kopfschmerzen verursacht. Auf den Gewässern schwimmen Ölteppiche, darin planschen Kinder und Jugendliche.“

Wer sich selbst ein Bild machen will, wie der Alltag inmitten der Ölkatastrophe aussieht, ist herzlich eingeladen. Wir wollen auch darüber diskutieren, wo der weltweite Rohstoffhunger herkommt, der die Ökosysteme in Abbaugebieten wie Nigeria für Jahrzehnte verseucht und das Leben in dieser Region fast unmöglich macht. Die Fördermethoden werden immer risikoreicher, die Verteilungskämpfe härter und die internationalen Regulierungsanstrengung zu gering.

Der einleitende Vortrag von Michael Reckordt (PowerShift, Koordinator des AK Rohstoffe) zu Europas Rohstoffinteressen in Afrika stellt den nigerianischen Fall in einen breiteren Kontext.

Wir wollen fragen, wie wir mit der Endlichkeit der Ressourcen umgehen und wie wir unseren alltäglichen Erdöl-Konsum reduzieren können.

Wann: 20.Juni 2014, 16:30 – 18:30 Uhr

Wo: BUND Bundesverband, Raum „Grünes Band“, Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin

Programm

Anmeldung erforderlich

Veranstaltet von BUND und PowerShift e.V.

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