Schulden über Schulden

Im gegenwärtigen Wahlkrampf zwischen Merkel, Steinmeier und Co. geht es ja, wenn überhaupt mal um Inhalte, auch bisweilen um die Schulden. Es ist die Rede von Banken, Konjunkturpaketen und Staatsfinanzenn – nicht aber von den Schulden, die die Menschheit gegenüber ihrer natürlichen Umwelt anhäuft. Dabei ist dieses Jahr zwei Tage vor der Bundestagswahl das jährliche Budget an nachhaltiger Ressourcen-Nutzung aufgebracht. Das letzte Quartal – von Samstag an – lebt die Menschheit auf Pump, von zukünftigen Generationen genauso wie vom Rest der Welt.

Grafik zeigt den Global Footprint für Deutschland (http://www.footprintnetwork.org/en/index.php/GFN/page/trends/germany/)

Screenshot: Global Footprint Network für Deutschland (http://www.footprintnetwork.org/en/index.php/GFN/page/trends/germany/)

Eigentlich befindet sich aber bereits der gesamte Wahlkampf in der Schuldenzone: Deutschland lebt schon seit dem Ende des zweiten Quartals 2009 auf Pump, denn denn bereits dann war die Biokapazität Deutschlands aufgebraucht. Angola hingegen verbraucht in einem Jahr nur etwa ein Viertel seiner verfügbaren Biokapazität.

Woher kommt der übermäßige Fußabdruck der Deutschen (wobei der von den Brüdern Albrecht und der von Florida Rolf wahrscheinlich ziemlich voneinander abweicht)? „Verbrennung fossiler Energien, Abholzung der Regenwälder, Verkehr“: So klingt der Dreiklang der ökologischen Zerstörung. Allesamt Themen, die im Wahlkampf keine waren. Pardon, bis auf die Abwrackprämie natürlich…

@chrismethmann