Schäuble: Kein Anwalt der Armen

Am vergangenen Wochenende hat sich auch das Treffen der G20-Finanzminister nahtlos in die Kette gescheiterter Verhandlungen zur Klimapolitik eingereiht. Auch dieses Mal ging es um die Frage, wer für die Kosten der Anpassung an den Klimawandel aufkommt und ich welcher Höhe. Und auch dieses Mal weigerten sich die Industrieländer, endlich Geld auf den Tisch zu legen. Wolfgang Schäuble, neuer deutscher Finanzminister und im Zuge seiner Ernennung immer wieder als kompetenter (Wirtschafts-)Jurist gepriesen, hat das G20-Treffen gleich genutzt, um seine Kompetenz zu demonstrieren. Das Scheitern der Verhandlungen begründete er mit dem Unwillen der Schwellenländer:

“Basically a group of emerging nations made it clear that they were unwilling to invest their own funds in the fight against climate change,” he told reporters according to AP.

Wirtschaftskompetenz hin oder her. Ich persönlich möchte mich ja nicht von einem Anwalt vertreten lassen, der die Auffassung vertritt, z.B. bei einem Verkehrsunfall müsste zuerst derjenige zahlen, der keine Schuld trägt. Aber vielleicht ist ihm ein Konzept wie Klimagerechtigkeit ja auch schlicht noch nicht über den Weg gelaufen…

@chrismethmann

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