PowerShift bei der Alternativen Rohstoffwoche (vom 12. bis 19. Oktober 2013)

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Die deutsche Rohstoffstrategie konzentriert sich auf die eigene Versorgungssicherheit auf Kosten von sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Standards in den Förderländern. Kritische Stimmen wurden und werden bei der Formulierung und Umsetzung der Rohstoffstrategie bislang weitgehend ignoriert.

Vor diesem Hintergrund findet vom 12. bis 19. Oktober 2013 zum ersten Mal eine Alternative Rohstoffwoche statt, in der zahlreiche Vertreter/innen aus der deutschen Zivilgesellschaft, u. a. auch PowerShift, auf die Missstände der deutschen Rohstoffpolitik aufmerksam machen werden.
Gleichzeitig sollen konkrete Ausweichmöglichkeiten aus der bisherigen Rohstoffstrategie ausgelotet und diskutiert werden.
Hierbei stehen zentrale Forderungen zur Reform der deutschen Rohstoffpolitik im Vordergrund:

1. die Reduktion des Rohstoffverbrauchs Deutschlands;
2. soziale und ökologische Pflichten deutscher Unternehmen im Bergbau und Rohstoffeinkauf;
3. eine Demokratisierung der Rohstoffpolitik, unter Einbezug der Parlamente und der Zivilgesellschaft.

Es finden verschiedene Veranstaltungen im Rahmen der Alternativen Rohstoffwoche statt, z.B. Theateraufführungen, Seminare, Filme, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung, FDCL, Forum Umwelt und Entwicklung, philippinenbüro und PowerShift veranstalten am 16. Oktober 2013 unter dem Titel „Vom Ressourcenfluch zur globaler Rohstoffgerechtigkeit?
– Wege zu einer nachhaltigen, gerechten und solidarischen Rohstoffpolitik“
ein Seminar in den Räumen der Friedrich-Ebert-Stiftung. In diesem Rahmen soll die aktuelle deutsche Rohstoffpolitik kritisch diskutiert, sowie Alternativen aus dem globalen Süden vorgestellt werden. Am Abend gibt es zudem eine Podiumsdiskussion mit Vertreter/innen aus den politischen Parteien.

Vom 18. bis 19. Oktober 2013 organisiert PowerShift in Kooperation mit anderen Organisationen einen zweitägigen Crashkurs zur Rohstoffpolitik und Ressourcengerechtigkeit. Wir wollen damit Interessierte und Aktive aus umweltpolitischen, menschenrechtlichen und gewerkschaftlichen Zusammenhängen ansprechen und einladen, daran teilzunehmen.
Der Crashkurs setzt sich aus zwei Teilen zusammen, einem theoretischen (in Hannover oder Freiberg) und einem praktischem in einem ehemaligen Abbaugebiet (im Harz oder im Erzgebirge). Im ersten Teil möchten wir uns in einer Fachdiskussion mit Expert/innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden austauschen. Im zweiten, praktischen Teil, werden wir uns die ökologischen und sozialen Auswirkungen aus einer historischen Perspektive in Deutschland ansehen und mit den aktuellen Erfahrungen des globalen Südens in Verbindung setzen.
Weitere Informationen und eine Einladung zum Crashkurs finden Sie auf der Seite: Jetzt bewerben: Crashkurs „Rohstoffpolitik und Ressourcengerechtigkeit“

Weitere Informationen zur Alternativen Rohstoffwoche http://alternative-rohstoffwoche.de
oder per Email und / oder Telefon bei: Michael Reckordt; michael.reckordt@power-shift.de / 030 428 054 79