PM: Machbarkeitsstudie von Berliner Senat und Vattenfall muss den schnellstmöglichen Kohleausstieg für Berlin zum Ziel haben

Pressemitteilung von Kohleausstieg Berlin

Berlin, den 26.06.2018

Anlässlich der Vorstellung erster Zwischenergebnisse der Machbarkeitsstudie zum Kohleausstieg in Berlin von Vattenfall und Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz weist das Bündnis Kohleausstieg Berlin auf die Dringlichkeit des Kohleausstiegs in Berlin hin. Das Bündnis fordert Rot-Rot-Grün außerdem dazu auf, in einer separaten Studie zu untersuchen, wie die für den Kohleausstieg nötigen energetischen Sanierungen sozialverträglich umgesetzt werden können.

Kohle schädigt mit Emissionen wie Stickoxiden oder Quecksilber die Gesundheit der Stadtbevölkerung und ist fatal für das Klima. Die diesjährigen Wetterkapriolen mit massiver Trockenheit und hochsommerlichen Temperaturen im Frühling sowie Hitzerekorden für die Monate April und Mai zeigen, was uns bei der weiteren Zunahme der Klimakrise blüht. Extremwetter, Ernteausfälle in Brandenburg, gesundheitlicher Stress für die Menschen und massive Veränderung der Ökosysteme würden zum Normalfall. Diese Entwicklung muss gestoppt werden. Deshalb muss auch Berlin möglichst schnell aus der Kohle aussteigen“, fordert Robert Pörschmann von Bürgerbegehren Klimaschutz.

Laura Weis, Referentin für Energie- und Klimapolitik bei PowerShift, ergänzt: „Um die Wärmewende in Berlin möglichst nachhaltig zu gestalten, muss der Energiebedarf deutlich sinken. Doch die nötigen energetischen Sanierungen dürfen nicht zu sozialer Verdrängung führen. Der Berliner Senat muss deshalb dringend untersuchen, wie die für die Wärmewende notwendigen energetischen Sanierungsmaßnahmen sozialverträglich umgesetzt werden können“.

Das Land Berlin hat im Koalitionsvertrag und Energiewendegesetz beschlossen bis spätestens 2030 aus der Steinkohlenutzung auszusteigen. Zu diesem Zweck haben Vattenfall und die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gemeinsam eine Machbarkeitsstudie für den Kohleausstieg in Auftrag gegeben. Die ersten Zwischenergebnisse stellten die Senatorin Günther und Vattenfall am Dienstag Abend vor. Das Bündnis Kohleausstieg Berlin ist im Begleitkreis zur Machbarkeitsstudie vertreten und fordert die schnellstmögliche Abschaltung der verbliebenen Steinkohlekraftwerke, spätestens im Jahr 2025 müsse der letzte Steinkohleblock vom Netz genommen werden.

Über Kohleausstieg Berlin

Kohleausstieg Berlin besteht aus verschiedenen klimapolitisch aktiven Organisationen in Berlin. Momentan zählen zu den Kohleausteiger*innen: Attac Berlin, BUND Berlin, BUNDjugend Berlin, BürgerBegehren Klimaschutz, gegenstromberlin, Greenpeace Berlin, GRÜNE LIGA Berlin, Fossil Free Berlin, Deutsche Allianz Klimawandel & Gesundheit, NaturFreunde Berlin und PowerShift.

Mehr Informationen unter: http://www.kohleausstieg-berlin.de

Link zum Positionspapier zur Berliner Wärmewende von Kohleausstieg Berlin

https://power-shift.de/wp-content/uploads/2017/11/Positionspapier-W%C3%A4rmewende-in-Berlin_KAB_final.pdf

Für Fragen, Interviews und O-Töne stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Robert Pörschmann, Kohleausstieg Berlin und BürgerBegehren Klimaschutz,

Tel: 030/24357803, poerschmann@buerger-begehren-klimaschutz.de

Laura Weis, Kohleausstieg Berlin und PowerShift, Tel: 030/420 852 95
laura.weis@power-shift.de