PM: Bootsdemo „Coal and Boat: Tschüss Klingenberg – Ahoi Steinkohleausstieg“ auf der Rummelsburger Bucht

Unter dem Motto „Tschüss Klingenberg – Ahoi Steinkohleausstieg“ hat am heutigen Sonntag das Bündnis Kohleausstieg Berlin gemeinsam mit 21 klima-, umwelt- und entwicklungspolitischen Gruppen zur Bootsdemonstration Coal and Boat aufgerufen. Mit der Demonstration feiert das Bündnis die für den 24. Mai 2017 geplante Abschaltung des Braunkohlekraftwerks Klingenberg und fordert gleichzeitig ein rasches Ende der Steinkohlenutzung in Berlin. Die 50 Boote fuhren am Sonntagnachmittag von der Rummelsburger Bucht zum Braunkohlekraftwerk Klingenberg.

Coal and Boat 2017

„Auch nach der Abschaltung von Klingenberg blasen die Berliner Steinkohlekraftwerke Reuter, Reuter-West und Moabit weiter CO2, Quecksilber und Stickoxide in die Luft. Die Steinkohlenutzung ist für 20 Prozent der CO2-Emissionen des Berliner Primärenergieverbrauchs verantwortlich. Außerdem geht der Abbau der von Vattenfall in Europa genutzten Steinkohle in Ländern wie Kolumbien, Südafrika oder Russland mit teils gravierenden Menschenrechtsverletzungen einher. Berlin muss deshalb deutlich vor 2030 vollständig aus der Kohle aussteigen.“, so Oliver Powalla von Kohleausstieg Berlin.

Zur Machbarkeitsstudie, die derzeit von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klima gemeinsam mit Vattenfall erarbeitet wird, erklärt Laura Weis von Kohleausstieg Berlin:

„Wir begrüßen, dass die Senatsverwaltung eine Machbarkeitsstudie zum Kohleausstieg in Berlin plant. Allerdings ist es aus unserer Sicht höchst problematisch, dass die Zielsetzung für diese Studie derzeit in einem intransparenten Prozess gemeinsam mit Vattenfall und ohne die Beteiligung weiterer Interessengruppen ausgehandelt wird. Das politische Ziel eines Kohleausstiegs deutlich vor 2030 darf nicht durch die Gewinninteressen von Vattenfall in Frage gestellt werden. Von Senatorin Günther fordern wir mehr Transparenz und eine Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure von Anfang an.“

Seinen Forderungen an Regine Günther und die zuständige Senatsverwaltung hat das Bündnis Kohleausstieg Berlin bereits Anfang Mai in einem offenen Brief Nachdruck verliehen.

Über die Coal and Boat

Die Bootsdemonstration Coal and Boat fand erstmalig im Juli 2016 statt, um für die Abschaltung des Braunkohlekraftwerks Klingenberg zu demonstrieren. Zur diesjährigen Coal and Boat haben folgende Organisationen gemeinsam mit dem Bündnis Kohleausstieg Berlin aufgerufen: AG Bergbau und Menschenrechte in Kolumbien, Kulturfloß Anarche, attac Berlin, Berliner entwicklungspolitischer Ratschlag, BUND Berlin, BUND Jugend Berlin, Bürgerbegehren Klimaschutz, FDCL, Fossil Free Berlin, gegenstromberlin, Greenpeace Berlin, Grüne Liga, kolko – Menschenrechte für Kolumbien, Misereor, Naturfreunde, Kulturfloß Panther Ray, PowerShift, Robin Wood und SONED – Southern Networks for Environment and Development.

Link zum Aufruf für die Coal and Boat: https://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/04/Aufruf-Coal-and-Boat-2017_final.pdf

Mehr Informationen zu Kohleausstieg Berlin: http://www.kohleausstieg-berlin.de

Fotos von der Coal and Boat

Fotos von der Demonstration werden am Sonntag Nachmittag / Abend zur weiteren Verfügung in unseren Flickr-Account eingestellt: https://www.flickr.com/photos/kohleausstiegberlin/albums

Link zum offenen Brief von Kohleausstieg Berlin an Regine Günther vom 04. Mai 2017:

http://kohleausstieg-berlin.de/images/Offener-Brief-Machbarkeitsstudie-Vattenfall.pdf

Kontakt

Laura Weis, Referentin für Klima- und Ressourcengerechtigkeit, PowerShift e.V., E-Mail: Laura.Weis@power-shift.de, Tel: 030 – 4208 5295

Oliver Powalla, Campaigner BürgerBegehren Klimaschutz, E-Mail: powalla@buerger-begehren-klimaschutz.de, Mobil: 0163 685 4324