Online-Kontroverse: Klimazölle

Wo man auch hingehört hat in den vergangenen Monaten – wenn nach dem Scheitern von Kopenhagen über die Zukunft der Klimapolitik philosophiert wurde, dann hieß es immer: Jetzt müssen wir eben auf nationaler und lokaler Ebene das Klima retten!

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Damit dabei keine Wettbewerbsnachteile für die Regionen entstehen, die mit dem Klimaschutz ernst machen – eines der häufigsten Argumente gegen nationale Alleingänge – wurde auch oft die Idee sog. Klimazölle in die Diskussion geworfen. Die Idee dabei: Wenn die im Inland hergestellten Produkte durch Klimaschutzmaßnahmen so teuer werden, dass sie mit Importen aus Ländern nicht mithalten können, in denen der Klimaschutz nicht ernst genommen wird, dann muss man an der Grenze eben einen Zoll erheben. Dieser  sollte aber nur genau so hoch ausfallen, wie die inländischen Produkte durch den Klimaschutz teurer geworden sind. Das würde nationale Alleingänge möglich machen. Sogar der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat sich für die Idee ausgesprochen. Doch Ökonomen warnten prompt vor einem drohenden CO2-Handelskrieg. Schließlich ist es ja gut möglich, dass die Industrieländer das Klima als neues Argument nutzen, sich gegen Konkurrenz aus dem Süden abzuschotten.

Was ist also von der Idee zu halten? In unserer neuesten Online-Kontroverse gehen wir der Frage nach: Klimazölle – Ausweg oder Sackgasse?

@chrismethmann

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