Neues Kurzbriefing: Teersande und Freihandel

Letzte Woche berichteten wir, dass es in Kanada jetzt ethisches Öl zu kaufen gibt (mehr dazu jetzt auch auf Klima der Gerechtigkeit und im Guardian). Zeit, einige Dinge gerade zu rücken. In unserem neuen Kurzbriefing erklären wir die negativen Folgen der Teersand-Extraktion und wie sie durch die Freihandelspolitik von Kanada und EU weiter verschärft werden. Aus dem Inhalt:

Häufig wird behauptet, ein steigender Ölpreis sei gut für die Umwelt. Schließlich senkt er die Nachfrage – einerseits. Andererseits wird mit steigendem Ölpreis die Ausbeutung „unkonventioneller“ Ölreserven interessant – zum Beispiel die gigantischen Teersand-Vorkommen in Kanada. Sie zeigen: Das unbedingte Festhalten am fossilen Wachstumsmodell gibt es nur zum Preis dramatischer sozialer und ökologischer Schäden. Klimapolitische Ziele werden dann zur Farce. Das Freihandelsabkommen CETA, welches momentan zwischen der EU und Kanada verhandelt wird, würde diese wahrscheinlich dreckigste Form der Energiegewinnung gegenüber Umweltschutzbemühungen auf beiden Seiten des Atlantiks absichern. Zum einen unterwandert es die europäische Fuel Quality Directive, die die Nutzung von Öl aus Teersanden in der EU unattraktiv machen würde. Zum anderen gibt sie europäischen Konzernen freie Hand in Kanadas Wäldern und stellt deren Profitinteressen über die Zukunft des Planeten. Wieder einmal zeigt sich: Freihandel blockiert Umweltschutz.

Deckblatt Tar Sand - BriefingGerade frisch veröffentlicht, gibt es auch schon das erste Update. Offenbar nehmen die Pläne für die ‘Keystone XL’-Pipeline, die Teersand-Öl von Kanada in die USA schaffen soll, konkrete Gestalt an.

Hier gibt es das komplette Briefing zum Download.

@chrismethmann

 

 

 

 

 

1 Kommentar

  1. Walter Friedmann

    Was ist hiervon zu halten?

    http://www.ethicaloil.org/

Kommentare sind geschlossen.

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