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Powershift fordert: Mobilitätsprämie für alle, statt Abwrackprämie für die Automobilindustrie!

(Berlin, 04. Mai 2020) - Im Rahmen des "Bündnis Berliner Straßen für alle!" positioniert sich PowerShift gemeinsam mit anderen umwelt- und verkehrspolitischen Akteuren gegen eine Abwrackprämie und für eine Mobilitätsprämie für alle.

Anlass dazu ist der am 05. Mai 2020 im Kanzleramt stattfindende "Autogipfel", bei dem Verteter*innen der Automobilindustrie sich in kleiner Runde mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen werden. Im Kontext der Corona-Krise hat die Automobilindustrie bereits mehrfach ihre Forderung nach einer Kaufprämie für neue PKW, bzw. einer "Abwrackprämie 2.0" in den Raum gestellt. Auch beim Autogipfel wird erwartet, dass die Automobilindustrie diese Forderung an die Kanzlerin herantragen wird.

Doch die deutsche Automobilindustrie mit ihrem Fokus auf die Massenproduktion privater PKW ist schon längst nicht mehr im Einklang mit den Klima- und Nachhaltigkeitszielen der Republik und den ökologischen Kapazitäten des Planeten. Nicht nur der immernoch dominierende Verbrennermotor ist dabei das Problem, sondern auch der massive Ressourcenverbrauch, welcher auch bei einer Umstellung auf Elektro Autos gleich bleibt. Zusätzlich leiden die Menschen, vor allem in Großstädten, unter dem enormen Platzverbrauch ungenutzter Autos im öffentlichen Raum, welcher mit einer Abwrackprämie noch weiter ansteigen könnte.

Das Bündnis "Berliner Straßen für alle!" fordert deswegen: Keine Förderung der Automobilindustrie - weder für Vebrenner, noch für Elektroautos! Stattdessen stellt das Bündnis sich hinter die Idee einer Mobilitätsprämie für alle, welche die Anschaffung von Fahrrädern, E-Bikes, ÖPNV-Tickets, Bahnfahrten u.v.m. unterstützt und so die nachhaltige Mobilität fördert.

Hierzu hat das Bündnis vor dem Autogipfel eine Pressemitteilung veröffentlicht und einen offenen Brief an die Mitglieder der Bundestagsausschüsse für Vekehr und digitale Infrastruktur, Arbeit und Soziales, Bau, Wohnen Stadtentwicklung und Kommunen, Gesundheit, sowie den Haushaltsausschuss versand.

Am Tag des Autogipfels (05.05.2020) hat das Bündnis dann eine (Corona-gerechte) Kundgebung mit der maximal erlaubten Anzhal von 50 Teilnehmenden vor dem Kanzleramt abgehalten. Da auch Campact, Greenpeace, Sand im Getriebe und andere verkehrspolitische Akteure Kundgebungen im Umfeld des Bundestages und Kanzleramtes abgehalten haben, waren trotz Corona und den entsprechenden Auflagen insgesamt mehrere hunderte Menschen für den Protest gegen den Autogipfel auf der Straße!

 

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