Kohleprotest: Umweltverbände zeigen sich solidarisch mit „Ende Gelände“

Ausschnitt der Kohle.Protest.Karte von PowerShift und RLS
Gemeinsame Presseerklärung

Umweltverbände zeigen sich solidarisch mit „Ende Gelände“
Solidaritäts-Demonstration am 27. Oktober am Hambacher Wald

 

Buir, 18. Oktober 2018. Umwelt- und zivilgesellschaftliche Organisationen rufen für den 27.
Oktober zu einer Solidaritäts-Demonstration mit den friedlichen Aktionen zivilen
Ungehorsams des Protest-Netzwerks Ende Gelände auf. Aktivist*innen von Ende Gelände
wollen sich am letzten Oktober-Wochenende (25.–29.10.2018) vor Kohlebagger im
Rheinischen Braunkohlerevier setzen und sie so zum Stillstand bringen. Die
Solidaritäts-Demonstration wird am 27. Oktober um 10:30 Uhr am S-Bahnhof Buir in der
Nähe von Köln beginnen und mit einer Abschlusskundgebung an der Tagebaukante nördlich
von Morschenich (alt) enden. Die Veranstalter der Demonstration erwarten Tausende
Menschen.
„Wir fordern einen ambitionierten Kohleausstieg sowie die dauerhafte Rettung des
Hambacher Waldes und der vom Tagebau bedrohten Dörfer“, erklären die Veranstalter. „Am
27. Oktober wird ein kraftvolles Bild der Verbundenheit zwischen Menschen in und am Rand
der Kohlegrube entstehen. Gemeinsam senden wir das Signal an Bundesregierung und
RWE: Die Kohle gehört ins Museum, der Zukunft gehören Sonne und Wind.“ Die
Solidaritäts-Demonstration wird von der Initiative Buirer für Buir, Campact, 350.org, den
NaturFreunden Deutschlands und dem Umweltinstitut München getragen.
Sechzehn Organisationen haben außerdem eine Solidaritäts-Erklärung mit Ende Gelände
unterzeichnet. Darin heißt es: „Wir können angesichts der bedrohlichen Klimakatastrophe
nachvollziehen, wenn sich jetzt Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau
gezwungen sehen.“

Der Hambacher Wald ist zum bundesweiten Symbol des Widerstands gegen die Braunkohle
geworden. Am 5. Oktober stoppte ein Gericht vorläufig die von RWE geplante Abholzung. In
der bisher größten Demonstration im Rheinischen Revier protestierten am 6. Oktober mehr
als 50.000 Menschen für den Erhalt des Hambacher Waldes und den schnellen
Kohleausstieg.

Hinweise:
Weitere Informationen zur Soli-Demonstration hier: www.kohle-soli-demo.de
Informationen zur Protestaktion von Ende Gelände: www.ende-gelaende.org/de/aktion
Den Wortlaut der Solidaritäts-Erklärung finden Sie hier.

Pressekontakte:
Buirer für Buir: Andreas Büttgen, 0173 5146141, andreas.buettgen@buirerfuerbuir.de
Campact: Olga Perov, 04231 597 490 (auch mobil), perov@campact.de
NaturFreunde: Uwe Hiksch, 0176 62015902, hiksch@naturfreunde.de
Umweltinstitut München: Philip Bedall , 089 30774925, pb@umweltinstitut.org
350.org: Laura Weis, 0179 4150 763, laura.weis@350.org