Infografik: Fracking in Nord und Süd

Link zur PowerShift-Infografik "Fracking in Nord und Süd"Nachdem die USA mithilfe von Fracking zum größten Produzenten von Erdöl und -gas aufsteigen konnten, hoffen andere Länder auf einen ähnlichen Boom. Dafür werden der Fracking-Industrie nach US-amerikanischem Vorbild in fast allen Ländern, die auf einen Fracking-Boom hoffen, großzügige Ausnahmen bei Umweltschutz oder staatlichen Abgaben gewährt. Die größten Vorkommen von Schieferöl und -gas, die nur mithilfe von Fracking gefördert werden können, werden neben den USA in Russland, China und Argentinien vermutet. Gerade in Ländern des globalen Südens kann Fracking fatale Folgen haben.

Bei der lokalen Bevölkerung macht sich der Fracking-Boom an vielen Orten in Form von Erdbeben oder verschmutztem Wasser bemerkbar. In Trockenregionen stellt der enorme Wasserverbrauch der Fracking-Industrie ein großes Problem für die lokale Bevölkerung und Landwirtschaft dar. Das gilt zum Beispiel für Argentinien, aber auch in Südafrika oder Algerien.

Hinzu kommt, dass Fracking den Klimawandel weiter anheizt: Zum einen verlangsamt der auch infolge von Fracking stark gefallene Ölpreis den Umstieg auf erneuerbare Energien und die Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Zum anderen entweicht bei der Förderung von Fracking-Gas besonders viel Methan, einem extrem klimaschädlichen Treibhausgas.

 

Welch fatale Auswirkungen der Fracking-Boom in Nord und Süd hat, haben wir in unserer Infografik veranschaulicht. Mehr Informationen zu den entwicklungspolitischen Folgen von Fracking gibt es in unserem Fact Sheet zum Thema.