Global Frackdown to Paris: Über 1.200 Organisationen weltweit fordern Fracking-Verbot

Logo Global Frackdown to ParisIm Vorfeld der Weltklimakonferenz in Paris haben sich mehr als 1.200 Organisationen aus aller Welt für ein Fracking-Verbot ausgesprochen, darunter auch PowerShift. In einem gemeinsamen Brief fordern sie politische EntscheidungsträgerInnen dazu auf, „das hydraulische Aufbrechen von Gesteinsschichten (hydraulic fracturing, Fracking) ebenso wie den Einsatz von Säurestimulation bei der Öl- und Erdgasproduktion abzulehnen“. Weiter heißt es: „Setzen Sie sich stattdessen für Maßnahmen ein, die eine entschlossene und schnelle Wende in der Energieversorgung hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien ermöglichen. Dies ist notwendig, um die Erderwärmung zu begrenzen und das Klima zu stabilisieren“.

Fracking schade dem Klima aus drei Gründen: Zum einen verdränge die stärkere Nutzung von Erdgas im Stromsektor nicht nur andere fossile Brennstoffe, sondern auch saubere Lösungen wie den Ausbau der erneurbaren Energien. Zum zweiten führten die extrem klimaschädlichen Methanemissionen bei Produktion und Transport von Erdgas zu einer deutlich schlechteren Klimabilanz als weithin angenommen. Außerdem müsse fast das gesamte Gas, das durch Fracking gewonnen werden könnte, unverbrannt im Boden bleiben, „um die nicht mehr umkehrbaren Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern“.Global Frackdown-Brief

Der Brief wurde im Rahmen des von Food and Water Watch ausgerufenen „Global Frackdown to Paris“ im November initiiert. Ziel des „Global Frackdown to Paris“ ist es, die Anti-Fracking-Bewegung weltweit sichtbar zu machen und so Druck für ein Fracking-Verbot auf politische EntscheidungsträgerInnen auszuüben. PowerShift hat den „Global Frackdown“-Brief gemeinsam mit Umweltorganisationen und verschiedenen Bürgerinitiativen an die Bundestagsabgeordneten von CDU/CSU und SPD versandt. Darin fordern sie die Abgeordneten dazu auf, für ein Fracking-Verbot in Deutschland einzutreten.

Bislang ist Fracking in Deutschland nicht gesetzlich geregelt. Der aktuelle Gesetzentwurf zur Regelung von Fracking sieht vor, die umstrittene Technik zur Förderung von Öl und Gas grundsätzlich zu ermöglichen. Aufgrund von Unstimmigkeiten in der Regierungskoalition ist derzeit jedoch nicht absehbar ob und wann das Gesetz dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegt wird.