Germany’s Next Export Model – Über die Schattenseiten der Rohstoffbeschaffung

Ein Blick hinter die Kulissen des deutschen Exportmodells: Produkte „made in Germany“ sind international. Je mehr exportiert wird, desto mehr wird zunächst auch importiert. Über Handels- und Investitionspolitik sowie Rohstoffdiplomatie soll der möglichst ungehinderte und preiswerte Rohstofffluss nach Deutschland gesichert werden. Weiterverarbeitet gehen die guten alten Exportschlager wie Autos, Maschinen und Chemieerzeugnisse dann zurück in alle Welt. Im Zuge eines neuen ‚grüneren‘ Exportmodells, sollen zukünftig vermehrt Umwelttechnologien aber auch Agrarprodukte, etwa Schweinefleisch, exportiert werden. Diese Export- und Wachstumsausrichtung wird den Herausforderungen im Umgang mit begrenzten Ressourcen nicht gerecht. Sie lässt den Ländern des globalen Südens keinen Raum für eine eigenständige Entwicklung und blendet die Umwelt-, Armuts- und Klimakrisen einfach aus.

Weiterlesen zum deutschen Exportwahn, seinen Irrungen, Wirrungen und Importbedarfen hier:
PowerShift_Germanys Next Export Model

Bleibt noch zu sagen:
„Liebes Exportmodell, wir sehen deinen grenzenlosen Willen, deinen rücksichtslosen Einsatz und deine Wandlungsfähigkeit zum Erhalt des Status quo. Doch in Zukunft brauchen wir Kooperation und nicht Konkurrenz, kreative und effiziente Lösungen ohne die tiefen Schattenseiten jenseits des Scheinwerferlichts.
Liebes Exportmodell, frei nach Heidi Klum: Wir haben heute leider kein Foto für dich“.

Wen bzw. welche Politik wir stattdessen lieber in der nächsten Runde sehen würden, kann man im ersten Artikel der Beilage zur taz am 10.12.2011 von PowerShift und dem Forum Umwelt & Entwicklung nachlesen. Dass es aber leider meist doch nur um Kohle geht, zeigt der zweite Artikel der Ausgabe: Importe um jeden Preis

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