{"id":99833,"date":"2026-09-30T10:49:30","date_gmt":"2026-09-30T08:49:30","guid":{"rendered":"https:\/\/power-shift.de\/?post_type=pressemitteilung&#038;p=99833"},"modified":"2026-09-30T12:10:07","modified_gmt":"2026-09-30T10:10:07","slug":"fossile-preisexplosion-soziale-waermewende-ins-zentrum-des-kuenftigen-koalitionsvertrags-stellen","status":"publish","type":"pressemitteilung","link":"https:\/\/power-shift.de\/fr\/pressemitteilung\/fossile-preisexplosion-soziale-waermewende-ins-zentrum-des-kuenftigen-koalitionsvertrags-stellen\/","title":{"rendered":"Explosion de prix fossiles: Placer le r\u00e9chauffement social au c\u0153ur du futur accord de coalition!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Gemeinsame Pressemitteilung vom 17. September 2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>W\u00e4rmegipfel formuliert drei zentrale Forderungen f\u00fcr eine Berliner W\u00e4rmepolitik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenige Tage vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen bekr\u00e4ftigen Teilnehmende des <a href=\"https:\/\/www.waermegipfel.berlin\/\">Berliner W\u00e4rmegipfels<\/a> ihre Forderungen an die k\u00fcnftigen Koalition\u00e4r*innen im Roten Rathaus: <strong>Die soziale W\u00e4rmewende muss zu einem zentralen Bestandteil des n\u00e4chsten Koalitionsvertrags werden.<\/strong> Wie zwingend entschlossene Schritte zur Dekarbonisierung der W\u00e4rmeversorgung sind, zeigt die aktuelle, erneute Kostenexplosion fossiler Energietr\u00e4ger wie Erdgas und Erd\u00f6l.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Unter dem Namen <a href=\"https:\/\/www.waermegipfel.berlin\/\">Sommet de la chaleur de Berlin<\/a> ist nun auch ein Netzwerk formiert worden, das die Entwicklung der Berliner W\u00e4rmepolitik weiter kritisch begleiten und sich zu Wort melden wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die zentralen Ergebnisse des W\u00e4rmegipfels zeigen: <strong>Berlin braucht entschlossene politische Ma\u00dfnahmen, um die Stadt zugleich klimaneutral und sozialer zu machen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Drei Kernergebnisse des W\u00e4rmegipfels vom 29. August 2026<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>1. Fernw\u00e4rme allein ist keine ausreichende Antwort auf Klimakrise und Hitzeschutz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein zentrales Ergebnis des W\u00e4rmegipfels lautet: <strong>Die bisherige starke Fixierung auf klassische Fernw\u00e4rme greift zu kurz.<\/strong> Fernw\u00e4rme wird nach den bisherigen Planungen erst sp\u00e4t und nur mit erheblichem technischem, finanziellem und \u00f6kologischem Aufwand klimafreundlich \u2013 wenn \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Besonders problematisch sind lange Ausstiegspfade aus der Erdgasverbrennung, Hochtemperaturnetze sowie die Nutzung von Holz und Abfallverbrennung. Sie schaffen technologische Abh\u00e4ngigkeiten und erschweren eine schnelle, verl\u00e4ssliche Dekarbonisierung.<br \/>\nDemgegen\u00fcber k\u00f6nnen strombasierte dezentrale Heizl\u00f6sungen, Erdw\u00e4rmepumpen, kalte Nahw\u00e4rmenetze, Abw\u00e4rmenutzung und moderne Speichertechnologien die Klimaziele deutlich schneller erreichen. Mit hei\u00dfer Fernw\u00e4rme l\u00e4sst sich zudem kein wirksamer Hitzeschutz f\u00fcr die Stadt realisieren. Moderne Energie- und Speicherl\u00f6sungen k\u00f6nnen hingegen Klimaschutz, K\u00fchlung, Resilienz und Quartiersentwicklung besser miteinander verbinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>2. W\u00e4rmewende in der Mieter*innenstadt braucht demokratische Beteiligung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Klimaschutz und W\u00e4rmewende sind gerade in der Mieter*innenhauptstadt Berlin nicht nur technische Fragen.<\/strong> Sie sind soziale und demokratische Gestaltungsaufgaben. Die Menschen, die wohnen, heizen und zahlen, m\u00fcssen verbindlich an den Entscheidungen \u00fcber die k\u00fcnftige W\u00e4rmeversorgung beteiligt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Gebraucht werden deshalb ein politisch und demokratisch legitimiertes Lenkungsgremium zur Fernw\u00e4rme sowie eine zentrale Leitstelle f\u00fcr Nahw\u00e4rme. Beide Strukturen sollen in einen \u00fcbergreifenden Lenkungsrat W\u00e4rmewende eingebunden werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieser Lenkungsrat soll Vertreter*innen aus Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Fachpraxis und Stadtgesellschaft zusammenbringen. Er soll Grundlagen f\u00fcr k\u00fcnftige politische Entscheidungen erarbeiten und sicherstellen, dass die W\u00e4rmewende sozial gerecht, transparent und demokratisch kontrolliert umgesetzt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>3. Bezirke sind Schl\u00fcsselakteure der sozialen W\u00e4rmewende<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der W\u00e4rmewende kommt den Berliner Bezirken zu. Sie kennen die Quartiere, Geb\u00e4ude, Fl\u00e4chenpotenziale, sozialen Herausforderungen und lokalen Akteure vor Ort. Gerade bei Nahw\u00e4rme, kalten W\u00e4rmenetzen, Erdw\u00e4rme, Abw\u00e4rmenutzung und Speicherl\u00f6sungen sind die Bezirke unverzichtbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Damit sie diese Verantwortung wahrnehmen k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Bezirke schnellstm\u00f6glich personell, fachlich und finanziell gest\u00e4rkt werden. Sie brauchen zus\u00e4tzliches Personal, technisches Know-how, Planungskompetenzen und klare Zust\u00e4ndigkeiten f\u00fcr die soziale W\u00e4rmewende.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00f6rdermittel von Land, Bund und Europ\u00e4ischer Union m\u00fcssen daf\u00fcr wieder erschlossen und zug\u00e4nglich gemacht werden. Kommunale Tr\u00e4ger, Genossenschaften, B\u00fcrgerenergie-Gemeinschaften und engagierte lokale Initiativen ben\u00f6tigen diese Unterst\u00fctzung dringend, um konkrete Projekte in den Quartieren umzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Landeseigene Wohnungsunternehmen sowie \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude und Liegenschaften sollen dabei als Ankerkunden st\u00e4rker in Verantwortung genommen werden. Sie k\u00f6nnen lokale W\u00e4rmenetze absichern, Investitionen erm\u00f6glichen und die W\u00e4rmewende vor Ort beschleunigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Appell an die k\u00fcnftige Koalition<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Teilnehmenden des Berliner W\u00e4rmegipfels fordern die k\u00fcnftige Koalition auf, die soziale W\u00e4rmewende ins Zentrum ihres Regierungsprogramms zu stellen. Berlin braucht keine regulatorischen Schnellsch\u00fcsse, sondern einen demokratisch getragenen, sozial gerechten und klimapolitisch wirksamen Umbau der Energie- und W\u00e4rmeversorgung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die soziale W\u00e4rmewende entscheidet sich in den Quartieren, in den H\u00e4usern und bei den Menschen. Sie gelingt nur, wenn Klimaschutz, Bezahlbarkeit, Hitzeschutz und Beteiligung gemeinsam gedacht werden.<\/p>\n<p>Der W\u00e4rmegipfel wurde organisiert von:<br \/>\n<strong>BUND Berlin<\/strong>, Matthias Kr\u00fcmmel, kruemmel@bund-berlin.de, 030-78 79 00-63<br \/>\n<strong>Berliner Energietisch<\/strong>, Judith Dellheim, info@berliner-energietisch.eu<br \/>\n<strong>Amis de la Nature Berlin<\/strong>, Uwe Hiksch, uwe.hiksch@t-online.de<br \/>\n<strong>Klimaneustart Berlin<\/strong>, Micha Grosch, grosch@klimaneustart.berlin<br \/>\n<strong>Powershift<\/strong>, Neelke Wagner, neelke.wagner@power-shift.de, 0157-524 66 920<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsame Pressemitteilung vom 17. 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