Forderungen und Facts zu Kohle und Berlin

Screenshot Fact Sheet Klimfolgen der Kohlenutzung in Berlinscreenshot_lokale-folgen

Zum Start der Koalitionsverhandlungen in Berlin fordert PowerShift gemeinsam mit über 20 weiteren klima-, umwelt- und entwicklungspolitischen Organisationen einen raschen Kohleausstieg. Unsere Forderungen und zahlreiche Informationen zu den verschiedenen Folgen der Kohlenutzung in Berlin sind in zwei heute erschienenen Fact Sheets nachzulesen:

Ein weiteres Fact Sheet zu den Folgen der Nutzung importierter Steinkohle in drei Berliner Kohlekraftwerken erscheint demnächst an dieser Stelle.

Die Druckversion der bereits erschienenen Fact Sheets kann unter folgender E-Mail-Adresse bestellt werden: Laura.Weis@power-shift.de

 

Von der Berliner Politik fordern wir:

  • Kohleausstieg in Berlin bis 2020: Der Berliner Senat muss schnellstmöglich ein Kohleausstiegsgesetz verabschieden, zum Beispiel in Form eines CO2-Grenzwerts für die Fernwärmeerzeugung.
  • Keine neuen Tagebaue in der Lausitz: Neue Tagebaue in Brandenburg müssen zum Schutz von Klima, Berliner Trinkwasser, Umwelt und Gesundheit verhindert werden. Wir fordern vom Berliner Senat und der brandenburgischen Landesregierung neue Tagebaue sowie Tagebauerweiterungen in der Lausitz im gemeinsamen Landesentwicklungsplan auszuschließen.
  • Sicherstellung des Verursacherprinzips beim Trinkwasser: Der steigende Sulfatgehalt der Spree infolge des Braunkohletagebaus in der Lausitz gefährdet die Berliner Trinkwasserversorgung. Der Berliner Senat muss darauf drängen, dass der Tagebaubetreiber geeignete Gegenmaßnahmen ergreift, ausreichend Sicherheitsleistungen für die Rekultivierung der Tagebaue bereitstellt und dass mögliche Zusatzkosten für die Berliner Wasserbetriebe nicht von den Berliner WasserkundInnen, sondern von den verursachenden Unternehmen übernommen werden.
  • Kein Überschreiten der Quecksilber-Grenzwerte: Das Land Berlin muss bis zum endgültigen Abschalten der Kohlekraftwerke sicherstellen, dass die im EU-Wasserrecht verankerten Grenzwerte für Quecksilber eingehalten werden und im Extremfall die Betriebserlaubnis für die Berliner Kohlekraftwerke einschränken oder entziehen.
  • Kein Einsatz von Blutkohle in Berlin: Das Land Berlin muss bis zum endgültigen Abschalten der Kraftwerke sicherstellen, dass keine Steinkohle verfeuert wird, deren Abbau zu Menschenrechtsverletzungen oder massiver Umweltzerstörung beigetragen hat.
  • 100% erneuerbar und sozial gerecht: Die Energieversorgung Berlins muss sozial gerecht und möglichst schnell auf 100% erneuerbare Energien umgestellt werden.

 

Liste der Unterstützer:

  • Berliner entwicklungspolitischer Ratschlag / Eine-Welt-Stadt Berlin
  • Bürgerbegehren Klimaschutz
  • BUND Berlin
  • BUND Brandenburg
  • BUND Sachsen
  • BUNDJugend Berlin
  • Fairbindung
  • FDCL – Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika
  • Fossil Free Berlin
  • Gesellschaft für bedrohte Völker
  • Greenpeace Berlin
  • Grüne Liga Berlin
  • Grüne Liga Brandenburg
  • INKOTA-Netzwerk
  • Kohleausstieg Berlin
  • kolko- Menschenrechte für Kolumbien
  • Konzeptwerk Neue Ökonomie
  • Kulturfloß Anarche
  • Naturfreunde Berlin
  • PowerShift – Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- und Weltwirtschaft
  • SONED – Southern Networks for Environment and Development
  • Spreepublik – Hafen für Kulturflöße
  • Stadt-Land.Move – Werkstatt für sozial-ökologischen Wandel
  • VENROB – Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburg
  • Welfriedensdienst
  • Yeşil Çember – ökologisch interkulturell

 

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