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  • Thu
    01
    Nov
    2018
    18-21:30 Uhr Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin

    Dieser Sommer hat gezeigt, was Klimawandel bedeutet. Ausgetrocknete Flüsse, Waldbrände, schlechte Ernten und dann Überschwemmungen. Weltweit. Einer der Gründe für den Klimawandel ist die zunehmende Zerstörung der Regenwälder. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Schon 1990 wurde ein Klima-Bündnis Europäischer Städte mit den Völkern der Regenwaldregionen aus der Taufe gehoben. Dem Bündnis gehören heute über 1700 Kommunen und Regionen an – seit 1991 auch Berlin.

    Das Klima-Bündnis europäischer Städte und damit Berlin hat sich verpflichtet, die Bewohner/innen des Regenwaldes beim Schutz dieser heute zunehmend schwindsüchtigeren Lunge zu unterstützen. Wie geschieht das? Wo steht das Klima-Bündnis heute? Berlin verfügt seit 2017 über ein Energie- und Klimaschutzprogramm, Fahrplan für eine klimaneutrale Stadt. Bei der öffentlichen Beschaffung von Holzprodukten ist Berlin schon Vorbild. Was kann Berlin  von anderen Kommunen lernen, diese von uns?

    Auch PowerShift wird bei der Veranstaltung zugegen sein und die Perspektive der Zivilgesellschaft in Berlin darstellen. Kommt gern vorbei!

    Veranstalter:
    Lateinamerika-Forum Berlin

    Ort:
    Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf, Festsaal, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin Verkehr: U7 Richard Wagner Platz, M 45

    Programm

    18:00 Einlass und kleiner Empfang
    18:30  Eröffnung Ausstellung im Foyer „In Zeiten des Klimawandels. Lernen von Amazonien“ , Prof. Dr. Clarita Müller-Plantenberg

    Moderation: Dr. Luiz Ramalho, brasilianischer Soziologe, Brasilien Initiative Berlin/BIB

    19:00    
    Begrüßung: Dr. Werner Würtele, LAF Berlin e.V. im Namen der Veranstalter. Grußwort des Schirmherrn Oliver Schrouffeneger

    19:10           
    Wofür ein europäisches  Klima-Bündnis mit Indigenen Völkern?
    Thomas Brose, Geschäftsführer Klima-Bündnis und Heidi Feldt , Expertin für Indigene.
    Video-Botschaft José Gregorio Mirabal, Coordinador General COICA

    19:30     
    Noch nie waren Bevölkerung und Regenwälder Amazoniens so bedroht

    „Regenwaldzerstörung – Ursache und Folge des Klimawandels“, Dr. Diana Sietz, Potsdam Institute für Climate Impact Research (PIK)
    „Viehweiden, Soja, Bergbau … Inwertsetzung ohne Ende. Regierungen setzen Profit vor Schutzverpflichtung“ , Dr. Thomas Fatheuer, Koordination Brasilien (KoBra)

    19:50   
    Suche nach einem alternativen Modell für ganzheitlich solidarische Entwicklung

    Ob die große Bischofssynode zu Amazonien im Oktober 2019 fündig wird? Anika Schröder, MISEREOR (angefragt) zur Positionierung der Kirche(n)
    „Was können wir von Indigenen lernen?“ Prof. Dr. Clarita Müller-Plantenberg, Klimagerechtigkeit Jetzt!

    20:10          
    Europäische Kommunen und COICA: Was können, was sollten wir tun? Podium

    •            Klima-Bündnis: 1700 kommunale Erfahrungen – was von anderen lernen?
    •            Umwelt- und Klimaschutz in Berlin und Potsdam – was bereits geschieht
    •            Wohin wir wollen: z. B. Klima-Bündnis in Berlin sichtbar machen!

    Diskussion mit VertreterInnen des Abgeordnetenhauses, Senats und Publikum

    20:50
    Ein- und Aussichten: Jürgen Maier, Forum Umwelt & Entwicklung

    21:00
    Ausklang und informeller Austausch

    Weitere Infos:
    http://www.lateinamerikaforum-berlin.de/veranstaltung/amazonien-zerstoert-verschaerft-klimawandel-was-tun-wir/

  • Fri
    23
    Nov
    2018
    10:00 - 12:00IVUB, Wichmann-Saal, Marienstraße 19/20, Berlin-Mitte

    Fachgespräch: „Rohstoffe, Menschenrechte, Energiegewinnung – Wie wird (Elektro-) Mobilität global gerecht?“

    Veranstalter: Brot für die Welt – INKOTA - MISEREOR – PowerShift

    Zeit: 23. November 2018 10:00 bis 12:00 Uhr; anschließend kleiner Imbiss

    Ort: IVUB, Wichmann-Saal, Marienstraße 19/20, Berlin-Mitte

    Die Debatte über das Ende des Verbrennungsmotors und den Ausbau der Elektromobilität ist in Deutschland spätestens seit dem Dieselskandal in vollem Gange. Das Verkehrs- und Wirtschaftsministerium laden zu der nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ ein. Aus klima- und entwicklungspolitischer Sicht ist klar, dass Deutschland sich möglichst schnell vom Verbrennungsmotor verabschieden muss, um die katastrophalen Folgen des Klimawandels noch einzudämmen. Gleichzeitig sind aber auch die elektrisch betriebenen Automobile mit gravierenden Herausforderungen für Mensch und Umwelt verbunden.

    Denn die meisten metallischen Rohstoffe für die immer größeren und schwereren Fahrzeuge der deutschen Autobauer stammen zu nahezu 100 Prozent aus dem Ausland - ungeachtet, ob sie elektrisch oder fossil betrieben werden. Oftmals werden sie unter katastrophalen menschenrechtlichen, ökologischen und sozialen Bedingungen in Ländern des Globalen Südens abgebaut. Die Recyclingquoten für viele metallische Rohstoffe liegen deutlich unter 50 Prozent, zum Teil bei Spezialmetallen unter einem Prozent. Gleichzeitig lässt die Elektromobilität den Rohstoffverbrauch bestimmter Rohstoffe wie Kobalt, Lithium, Graphit und Nickel in die Höhe schnellen und erhöht damit den Druck auf die Abbauregionen.

    Wir wollen diskutieren, wie politische Regulierungen in der Verkehrs-, Umwelt-, Rohstoff- und Wirtschaftspolitik eine zukünftige Mobilität begleiten können. Welche politischen Anreize existieren für eine wirkliche Mobilitätswende? Welche Technologien bergen welche Herausforderungen? Wie wirken sich die neuen Technologien auf den Rohstoffverbrauch und die Energiegewinnung aus?

    Grundsätzlich stellt sich aus globaler und entwicklungspolitischer Perspektive die Frage, wie globale Entwicklungsziele stärker in Kohärenz mit bundespolitischen Maßnahmen im Bereich Mobilität gebracht werden können.

    Anmeldungen bis zum 19. November an: michael.reckordt@power-shift.de

     

    Ablauf:

    10:00 Begrüßung und Zielstellung des Fachgespräches
    10:10 Vorstellung der Studie: Weniger Autos, mehr globale Gerechtigkeit;

    Merle Groneweg (PowerShift)

    10:45 Die Arbeit der nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ und die Frage nach dem Rohstoffverbrauch;

    Jörg Hofmann (IG Metall – AG-Leiter Plattform „Zukunft der Mobilität“, angefragt)

    11:00 Umweltschutz und Mobilität – Wie kann Ressourcenschonung integraler Teil einer Rohstoff- und Verkehrspolitik werden?

    Dr. Bettina Hoffmann (Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen)

    11:15 Moderierte Diskussion: Wie kann (Elektro-) Mobilität mit Blick auf Rohstoffnutzung und  Energiegewinnung umweltschonend und global gerecht gestaltet werden?
    12:00 Kleiner Imbiss und weiterer Austausch