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Fachgespräch: „Rohstoffe, Menschenrechte, Energiegewinnung – Wie wird (Elektro-) Mobilität global gerecht?“

23. November 2018 @ 10:00 - 12:00

Ampel: Zwei Pfeile geradeaus stehen auf rot, rechts abbiegen auf grün. Bildunterschrift: Nicola Jaeger/PowerShift e.V.: Kohle links liegen lassen.

Die Debatte über das Ende des Verbrennungsmotors und den Ausbau der Elektromobilität ist in Deutschland spätestens seit dem Dieselskandal in vollem Gange. Das Verkehrs- und Wirtschaftsministerium laden zu der nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ ein. Aus klima- und entwicklungspolitischer Sicht ist klar, dass Deutschland sich möglichst schnell vom Verbrennungsmotor verabschieden muss, um die katastrophalen Folgen des Klimawandels noch einzudämmen. Gleichzeitig sind aber auch die elektrisch betriebenen Automobile mit gravierenden Herausforderungen für Mensch und Umwelt verbunden. Denn die meisten metallischen Rohstoffe für die immer größeren und schwereren Fahrzeuge der deutschen Autobauer stammen zu nahezu 100 Prozent aus dem Ausland – ungeachtet, ob sie elektrisch oder fossil betrieben werden. Oftmals werden sie unter katastrophalen menschenrechtlichen, ökologischen und sozialen Bedingungen in Ländern des Globalen Südens abgebaut. Die Recyclingquoten für viele metallische Rohstoffe liegen deutlich unter 50 Prozent, zum Teil bei Spezialmetallen unter einem Prozent. Gleichzeitig lässt die Elektromobilität den Rohstoffverbrauch bestimmter Rohstoffe wie Kobalt, Lithium, Graphit und Nickel in die Höhe schnellen und erhöht damit den Druck auf die Abbauregionen. Wir wollen diskutieren, wie politische Regulierungen in der Verkehrs-, Umwelt-, Rohstoff- und Wirtschaftspolitik eine zukünftige Mobilität begleiten können. Welche politischen Anreize existieren für eine wirkliche Mobilitätswende? Welche Technologien bergen welche Herausforderungen? Wie wirken sich die neuen Technologien auf den Rohstoffverbrauch und die Energiegewinnung aus? Grundsätzlich stellt sich aus globaler und entwicklungspolitischer Perspektive die Frage, wie globale Entwicklungsziele stärker in Kohärenz mit bundespolitischen Maßnahmen im Bereich Mobilität gebracht werden können. Anmeldungen bis zum 19. November an: michael.reckordt@power-shift.de

Ablauf:
10:00Begrüßung und Zielstellung des Fachgespräches
10:10Vorstellung der Studie: Weniger Autos, mehr globale Gerechtigkeit; Merle Groneweg (PowerShift)
10:45Die Arbeit der nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ und die Frage nach dem Rohstoffverbrauch; Jörg Hofmann (IG Metall – AG-Leiter Plattform „Zukunft der Mobilität“, angefragt)
11:00Umweltschutz und Mobilität – Wie kann Ressourcenschonung integraler Teil einer Rohstoff- und Verkehrspolitik werden? Dr. Bettina Hoffmann (Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen)
11:15Moderierte Diskussion: Wie kann (Elektro-) Mobilität mit Blick auf Rohstoffnutzung und  Energiegewinnung umweltschonend und global gerecht gestaltet werden?
12:00Kleiner Imbiss und weiterer Austausch

Details

Datum:
23. November 2018
Zeit:
10:00 - 12:00

Veranstaltungsort

IVUB, Wichmann-Saal
Marienstraße 19/20
Berlin-Mitte, 10117

Veranstalter

PowerShift
Misereor
Brot für die Welt
Inkota