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EU-Mercosur Abkommen oder ein gerechter Welthandel?

Arbeitende bringen Pestizide auf Sojafeld aus

Das EU-Mercosur Freihandelsabkommen mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay steht kurz vor dem Abschluss: Obwohl es in krassem Widerspruch mit dem Pariser Klimaabkommen steht! Der Handelsdeal verspricht billigeres Fleisch und Soja, sowie günstige Ethanol-Importe für Europa. Doch der Preis ist hoch: Zu hoch! Menschenrechtsverletzungen, Zerstörung des Regenwalds im Amazonas, Ausbau pestizidbelasteter Monokulturen sowie die Nichteinhaltung von Klimazielen. Das wollen wir nicht hinnehmen! Noch ist es nicht zu spät den Big Deal zu stoppen: der EU-Rat und das EU-Parlament müssen noch darüber abstimmen.

Stoppen Sie gemeinsam mit uns das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur. Unterstützen Sie unsere Arbeit noch heute.

Wer profitiert – wer verliert?

Vom EU-Mercosur-Abkommen profitieren die deutschen Chemiekonzerne Bayer und BASF. Die Pestizide, die sie produzieren, sollen komplett zollfrei aus der EU in den Mercosur-Raum exportiert werden – darunter auch Agrargifte, die in der EU nicht zugelassen und als hochgefährlich eingestuft sind. Zusätzlich schafft das Abkommen Anreize zum Ausbau von Monokulturen, die von Pestiziden abhängig sind, wie Soja, Mais und Zuckerrohr.

Doch nicht nur Bayer und BASF gehören zu den Gewinnern. Seit 20 Jahren verfolgt die EU in den Verhandlungen mit den Mercosur-Ländern vor allem ein wirtschaftliches Ziel: Der Export europäischer Autos und Maschinen soll gesteigert werden. Dafür soll der Handel mit südamerikanischem Rindfleisch, Geflügel und Zucker liberalisiert werden. Doch den zahlreichen Liberalisierungen stehen im Handelsabkommen kaum Regeln zum Schutz von Klima, Umwelt und Menschenrechten gegenüber. So sind Agrar- und Autokonzerne die großen Gewinner des Abkommens. Verlierer sind der Klimaschutz, die Umwelt und die Menschen.

Dramatische Folgen

Der Handelsdeal wird dazu führen, dass mehr Amazonas-Regenwald abgeholzt und der indigenen Bevölkerung und den Kleinbauern und -bäuerinnen immer mehr Land geraubt wird. Während die Weltöffentlichkeit beim Abholzen und Abbrennen des Amazonas zusah, ließ Brasiliens Präsident Bolsonaro weitere hunderte Agrargifte zu, von denen viele in der EU nicht zugelassen sind. Damit gefährdet er massiv die Gesundheit von Bäuer*innen und den Menschen, die in diesen Regionen leben.

Zusätzlich wird der Handelsdeal den Fleischexport aus Brasilien wachsen lassen und damit die Rinderzucht im Amazonasgebiet ausweiten. Schon jetzt ist Brasilien der weltweit größte Exprteur von Rindfleisch. Europas Landwirt*innen, vor allem die Kleinen, werden im Wettbewerb mit dem Agrarriesen in Südamerika nicht mithalten können.

Um weiterhin Druck auf die Regierung und die EU ausüben zu können, müssen wir unsere Kampagnen- und Lobbyarbeit intensivieren und unsere Forderungen in die Debatte einbringen. Noch ist es nicht zu spät, das EU-Mercosur-Abkommen zu stoppen. Doch dafür brauchen wir Ihre Hilfe.

Ein bitterer Beigeschmack

Aus den Mercosur-Ländern werden nicht nur Massen an Billigfleisch, sondern auch Soja, Kaffee und Zitrusfrüchte nach Europa importiert. Mit dem Abkommen sollen die Qualitätskontrollen der Importe verringert werden. Pestizidbelastete Lebensmittel könnten somit leichter auf unseren Tellern landen.

PowerShift spielt eine zentrale Rolle im Kampf gegen ungerechte und umweltschädliche Freihandelsabkommen: Mit zahlreichen Aktionen, Studien und Öffentlichkeitsarbeiten weisen wir immer wieder auf Risiken und Ungerechtigkeiten hin, fordern Mindeststandards und üben so Druck auf die Verantwortlichen aus. Um weiter eine starke Stimme in diesem Prozess zu sein, sind wir dringend auf Ihre Spenden angewiesen.

Ähnlich wie TTIP und CETA stellt auch das EU-Mercosur-Abkommen Freihandel und blinde Marktöffnung über Umwelt, Klimaschutz, Menschrechte, Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Dies wollen wir nicht hinnehmen. Unsere Arbeit hat in der Vergangenheit schon zu großen Erfolgen geführt. So konnten wir gemeinsam mit anderen NGO’s und Aktivist*innen TTIP, das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, stoppen.

Europa darf nicht wegschauen, wenn Menschenrechte, Umwelt und Klima mit Füßen getreten werden. Lassen Sie uns gemeinsam die Notbremse ziehen und das EU-Mercosur-Abkommen in dieser Form stoppen. Die Zeit drängt. Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!

PS: Weitere Informationen zum EU-Mercosur-Abkommen erhalten Sie hier.

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