Deutsche Rohstoffstrategie: Hauptsache die heimische Industrie muss nicht leiden

Es ist gut, sich immer mal wieder klar zu machen, wie die Dinge stehen, wo man selbst steht und wo man eben auch nicht steht. Dazu hatten einige NGO-Vertreter während des von WEED organisierten Fachgesprächs „Rohstoffsicherheit und Entwicklung“ am 1. Juli Gelegenheit.

Titel der PPP von Ulrike Bickel (Misereor): Deutschlands Importabhängigkeit von EnergierohstoffenIm ersten Teil des Programms stellten je ein Vertreter der Bundesregierung, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sowie des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) den Stand der deutschen Rohstoffpolitik aus ihrer Sicht dar. Dabei fielen Stichworte wie Importabhängigkeit Deutschlands von metallischen und Energierohstoffen, Exportorientierung der deutschen Unternehmen, Einbindung rohstoffpolitischer Ansätze in Entwicklungspolitik, technischer Fortschritt, CSR und „Annäherung durch Handel“. Da Umwelt- und Entwicklungsaspekte bei dieser einseitigen Betrachtungsweise weitgehend außen vor blieben, wies Wolf-Chrisitian Paes vom Bonn International Center for Conversion (BICC) im Anschluss als Vertreter der Zivilgesellschaft auf wichtige Problemfelder hin.

Bei einem internen NGO-Treffen am Nachmittag wurde über Ressourcengerechtigkeit gesprochen, die laufenden Aktivitäten in der NGO-Szene zu Rohstoffen zusammengestellt und die Weiterarbeit zu den umwelt- und entwicklungspolitischen Dimensionen der Rohstoffpolitik abgestimmt.