#PlatzFairTeilen

Unterzeichner*innen: 9.000
Lebenswerte Städte ermöglichen eine gerechte Verteilung des öffentlichen Raums. In deutschen Städten ist das nicht der Fall, es wird zu viel Fläche mit Privateigentum zugeparkt. Unterschreiben Sie unseren Appell für eine zukunftsfähige Parkraumpolitik, die weniger Autos und mehr klimafreundliche Mobilität für alle ermöglicht!

Lebenswerte Städte sollten Mobilität für alle ermöglichen. Stadtverwaltungen können dies auf sichere, gesunde, bezahlbare, klimafreundliche und ressourcenschonende Art tun: Sie müssen den Fuß- und Radverkehr sowie den ÖPNV stärken – und mit Mobilitäts­diensten wie Carsharing ergänzen. Diese müssen das Rückgrat des städtischen Verkehrs bilden und Teile des motorisierten Individualverkehrs ablösen. So kann der öffentliche Raum wieder zum Ort des Spielens, Begegnens und Erholens werden. Hierfür brauchen wir Bürgerinnen und Bürger aber Platz.

Niemand darf sein Klavier oder einen Container ungefragt auf öffentlichem Grund abstellen. Anders die Privat-PKWs: Sie werden nur ca. 1 Stunde am Tag gefahren und sind die allermeiste Zeit, ca. 23 Stunden pro Tag, „Stehzeuge“ (statt Fahrzeuge). Sie stehen der Verkehrswende im Weg.  Es ist daher klima- und verkehrspolitisch, aber auch aus Gründen der Fairness und Lebensqualität höchste Zeit, durch kluge Parkraumpolitik den öffentlichen Raum wieder wertvoll zu machen –  als lebenswerten Ort für Menschen.

Die Zeit drängt: Wir können nicht weiter abwarten, wenn wir die Klimaschutzziele von Paris erreichen wollen. Andere Großstädte wie Kopenhagen, Amsterdam und Wien zeigen uns, wie eine faire Flächennutzung aussehen kann. Die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs senkt die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen, sie mindert den Lärm und die Flächeninanspruchnahme.

Wir brauchen jetzt Ihre Hilfe. Bitte unterschreiben Sie diese Petition, um den öffentlichen Druck auf die Entscheidungstragenden zu erhöhen, damit diese endlich konkrete Schritte für eine gerechte Flächenverteilung in die Wege leiten.

Unterzeichnen Sie hier unseren Appell für lebenswerte Städte:
Kampagnenmaterial zum Ausdrucken und Bestellen - Flyer

Helfen Sie mit, die urbane Verkehrswende voranzubringen! Wollen Sie auf die Petition aufmerksam machen oder selbst Unterschriften sammeln, dann bestellen Sie unsere kostenlosen Flyer.

Kampagnenmaterial zum Bestellen - Fahrradanhänger

Helfen Sie mit, die urbane Verkehrswende voranzubringen! Wollen Sie auf die Petition aufmerksam machen? Dann bestellen Sie noch heute unsere kostenlosen Fahrradanhänger.

Kampagnenmaterial zum Bestellen - Aufkleber

Helfen Sie mit, die urbane Verkehrswende voranzubringen! Wollen Sie auf das Thema aufmerksam machen? Dann bestellen Sie noch heute unsere kostenlosen Aufkleber.

Die Reaktion von politischen Entscheidungsträger*innen

Wir haben die Bürgermeister*innen und Entscheidungsträger*innen von Deutschlands 40 größten Städten kontaktiert und unsere Forderungen präsentiert. Hier sind Ihre Antworten:
(Antworten werden hochgeladen, sobald sie uns erreichen)

Essen
Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen

„(…) Als wesentliches Ziel im Hinblick auf die Mobilität ist hier ein ausgeglichener Modal Split von 25% bezogen auf die vier Verkehrsarten Fußverkehr, Radverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr und Motorisierter Individualverkehr bis zum Jahr 2035 zu nennen. (…)“

Frankfurt am Main
Julian Wahl, Fraktionsreferent Fraktion DIE LINKE im Römer:

"Wir unterstützen selbstverständlich ihr Anliegen. Frankfurt ist immer noch eine viel zu „autogerechte Stadt". Dagegen setzen wir uns ein, aktuell u.a. mit angehängtem Antrag. Darüber hinaus streiten wir seit Jahren für eine sozial-ökologische Wende, auch in der Verkehrspolitik. Hier treten wir konsequent ein für eine Bevorteilung des Umweltverbunds, für drastisch vergünstigte Nahverkehrspreise hin zu einem Nulltarif und für einen erheblich beschleunigten Ausbau des ÖPNV."

Hamburg
Heike Sudmann, Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Fachsprecherin für Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr:

„(…) Wir müssen endlich Fußgänger_innen, Fahrradfahrer_innen und Nutzer_innen des ÖPNV im Straßenraum gleichberechtigen und wo nötig auch bevorteilen. (…) Ferner fordern wir als ersten Schritt hin zu einem fahrscheinfreien ÖPNV den Nulltarif für einkommensarme Menschen und eine Verbund-Jahreskarte für 365 €. Bei der Förderung des Radverkehrs sind uns geschützte Radfahrstreifen (protected bikelanes) ein wichtiges Anliegen. (…)“

Kiel
Peter Bender, Tiefbauamt Kiel:

„(…) Im Green City Plan haben wir u.a. ein Projekt zum Parkraummanagement für die Digitalisierung zur Förderung angemeldet. (…)“

Köln
Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln:

„(…) Ergänzend zum oben genannten Großprojekt der Ost-West-Achse, werden in Köln künftig mit entsprechenden Ausbauten der Infrastruktur längere Stadtbahneinheiten eingesetzt. (…) Um den Umstieg zum Umweltverbund bzw. innerhalb des Verbundes zu erleichtern, werden sukzessive weitere Mobilstationen stadtweit errichtet, wo die unterschiedlichen Verkehrsarten des Verbundes zusammen kommen. Hierzu zählen z.B. S-Bahn, Stadtbahn- oder Bushaltestellen, Carsharing Plätze, (E-) Leihräder, (E-) Tretroller, Fahrradboxen oder P+R-Anlagen. (…)“

 

 

Jochen Ott, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW, Wahlkreis Köln:

„(…) Der massive Ausbau von Fahrradwegen ist unbedingt notwendig und die Ausweitung auf ursprünglich für Autos reservierte Straßen kann einen gelungenen Schritt hin zum Wandel zu einer fahrradfreundlichen und vor allem für die Fahrradfahrer*innen sicheren Stadt darstellen. (…) Bezüglich Parkraummanagement können wir uns etwas von unseren Nachbarländern abschauen, so wurden in Wien nicht nur günstige Jahresabos im ÖPNV eingeführt; - gleichzeitig fließen die Einnahmen durch Parkgebühren direkt in die Förderung des ÖPNV der Stadt ein. (…) Ich persönlich habe mich bereits vor Jahren für eine Mobilitätskarte eingesetzt, die den Nutzer*innen alle Verkehrsmittel erschließt.(…)“

Mainz
Michael Ebling, Oberbürgermeister der Stadt Mainz:

„(…) Die Stadt Mainz hat diesbezüglich schon vor über fünf Jahren ein parkgebührenharmonisierungskonzept erstellt, um das Parken vom öffentlichen Raum in die Parkhäuser zu lenken. Außerdem verfolgen wir mit dem Ausbau von Carsharing und guten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder (…) die Strategie, weiter öffentliche Flächen für das Autoparken zu reduzieren. (…)“

Nürnberg
Daniel F. Ulrich, Planungs- und Baureferent Nürnberg, i.A. des Oberbürgermeisters Ulrich Maly

„(…) Noch in diesem Jahr soll die Parkraumbewirtschaftung in der Innenstadt umgestellt werden, so dass zukünftig in der Altstadt keine kostenfreien öffentlichen Stellplätze mehr angeboten werden. An den Beschluss zur Abschaffung der kostenfreien Stellplätze sind Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und die Umgestaltung mehrerer Plätze gekoppelt. Dabei können auch Stellplätze zugunsten der Schaffung von Aufenthaltsbereichen oder Grünflächen entfallen. Die konkreten Maßnahmen sollen in Bürgerbeteiligungsprozessen festgelegt werden. (…)“