01.03.2017 – Erneuerbare Energie für Berlin: Wie gelingt die Wärmewende in der Hauptstadt?

„Ohne eine Wärmewende wird es in Berlin keine Energiewende geben“ – so lautete das Fazit der Enquete-Kommission „Neue Energie für Berlin“ in ihrem Abschlussbericht, welcher Ende 2015 veröffentlicht wurde. Momentan nehmen fossile Brennstoffe in der Wärmeversorgung der Stadt jedoch immer noch eine zentrale Rolle ein – das zeigt allein die Tatsache, dass fast 50% der CO2 Emissionen derzeit aus dem Gebäudesektor stammen. Ein Löwenanteil dieser Emissionen wird durch die Verbrennung von Braun- und Steinkohle für die Berliner Fernwärmenetze freigesetzt. Die Enquete-Kommission hat darauf folgerichtig klargestellt, dass ein Kohleausstieg unumgänglich ist, um den Klimaschutz in Berlin voranzutreiben.

Fernwärme CC-Lizenz (David Plotzki)

Der Kohleausstieg ist der zentrale Hebel um die Emissionen aus der Wärmeversorgung zu senken – doch auch aus Erdgas müsste Berlin bis spätestens 2030 aussteigen, um seinen Beitrag zum Erreichen des 1,5 Grad-Ziels zu leisten. Doch in Szenarien wie der Machbarkeitsstudie zum Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm soll Erdgas auch weit über 2030 hinaus eine tragende Rolle in der Wärmeversorgung spielen. Das Bündnis Kohleausstieg Berlin fordert hingegen eine 100% erneuerbare Wärmeversorgung, die spätestens ab 2030 ohne fossile Brennstoffe auskommt. Wie so eine 100% erneuerbare Wärmeversorgung aussehen könnte, zeigt die neue Studie der Agentur für Erneuerbare Energien „Die neue Wärmewelt“ auf.

Am 1. März 2017 lädt das Bündnis Kohleausstieg Berlin dazu ein gemeinsam über mögliche Wege zu einer Wärmeversorgung ohne fossile Energieträger in Berlin zu diskutieren.
Gemeinsam mit unseren ReferentInnen wollen wir unter anderem folgende Fragen diskutieren: Welche Rolle spielen Fernwärme- und Nahwärmenetze in einer 100% erneuerbaren Wärmeversorgung in Berlin? Welchen Beitrag können und sollen Technologien wie Solarthermie, Geothermie, Umweltwärme, Biomasse und Power-to-Heat in einer dekarbonisierten Berliner Wärmeversorgung leisten? Und welche politischen Rahmenbedingungen sind dafür notwendig?

ReferentInnen
Claudia Kunz (Agentur für Erneuerbare Energien): “Die neue Wärmewelt – Szenario für eine 100% Erneuerbare Wärmeversorgung“

Elisa Dunkelberg (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung): Überblick über Wärmewende im „Berliner Energie – und Klimaschutzprogramm“

Ralph Klebsch (BLS Energieplan) – Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung in Berlin

Moderation: Laura Weis, PowerShift

Wann und Wo
Am Mittwoch, den 1. März 2017 von 18:30 bis 21:00 Uhr im Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte (Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin)

Anmeldung und Kontakt
Um Anmeldung bei Laura.Weis@power-shift.de wird gebeten.
PowerShift – Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- und Weltwirtschaft
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin

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