PM: EU-Parlament reglementiert Einfuhr von Konfliktrohstoffen/ Wichtiges Zeichen für Unternehmensverantwortung

EU-Parlament reglementiert Einfuhr von Konfliktrohstoffen/ Wichtiges Zeichen für Unternehmensverantwortung

Berlin (ots) - Das Europäische Parlament hat für eine Verordnung zur Unterbindung des Handels mit Konfliktrohstoffen entlang der gesamten Lieferkette gestimmt. Als Konfliktrohstoffe gelten demnach Gold, Tantal, Wolfram und Zinn. Mit dem Abbau und dem Handel dieser Stoffe finanzieren sich in Ländern wie Demokratische Republik Kongo oder Kolumbien illegale bewaffnete Gruppen, die gravierende Menschenrechtsverbrechen an der Zivilbevölkerung verüben. Diese Mineralien aus den Konfliktregionen gelangen über verschiedene Produktionsschritte auch auf den europäischen Markt.

„Das europäische Parlament hat ein wichtiges Zeichen gesetzt“, sagt Michael Reckordt von der Organisation PowerShift. „Es ist die richtige Entscheidung, Unternehmen stärker zur Verantwortung zu ziehen. Nur diese können nachvollziehen, ob bei der Herstellung von Elektronikgütern Konfliktrohstoffe verbaut würden“, so Michael Reckordt. „Wir brauchen eine transparente und v

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erpflichtende Berichterstattung entlang der gesamten Lieferkette. Das entspricht den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und den OECD-Leitsätzen“, ergänzt Anna Backmann von der Christlichen Initiative Romero (CIR). „Das sind menschenrechtliche Mindestanforderungen“, so Backmann weiter: „Freiwillig haben die europäischen Unternehmen diese Anforderungen nicht umgesetzt.“

Nach dem Parlaments-Votum muss die Kommission die Verordnung nun überarbeiten. Umfassende Regelungen fordern neben der CIR und PowerShift im Rahmen der europäischen Kampagne „Stop Mad Mining“ auch Organisationen weltweit, 140 Bischöfe, Investoren, kleine und mittelständische Unternehmen sowie über 46.500 UnterzeichnerInnen einer Online-Petition. Zur Petition: www.walkfree.org/tackle-conflict-minerals-trade/

Die Kampagne „Stop Mad Mining“, an der sich zwölf europäische und eine salvadorianische zivilgesellschaftliche Organisation beteiligen, setzt sich für verbindliche ökologische und menschenrechtliche Standards beim Abbau von Rohstoffen und für eine Senkung des Verbrauchs ein.

Hier geht es zur digitalen Pressemappe www.ci-romero.de/presse_mappe_konfliktrohstoffe/

Kampagnen-Website: www.stop-mad-mining.org

Pressekontakt:

PowerShift / AK Rohstoffe
Michael Reckordt
Tel: 030 428 05 479
E-Mail: michael.reckordt@power-shift.de
www.power-shift.de
Christliche Initiative Romero
Anna Backmann
Tel: 0251 89 503
E-Mail: backmann@ci-romero.de
www.ci-romero.de

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